DER W – 05. APRIL 2016 – LKA LONGHORN STUTTGART

Mit der Familia auf Reisen Teil I

Meine Urlaubsplanung war auch in diesem Jahr, bereits vor der Bekanntgabe der Daten, ein Volltreffer. So konnte ich die Tage seit Tourstart gemütlich, ohne Stress verbringen und die Vorfreude stieg von Tag zu Tag, ach was sag ich, quasi von Stunde zu Stunde.

Das Auto schon vollgetankt, habe ich den Vormittag im normalen Leben verbracht und alles erledigt, was man eben so macht, wenn man mal endlich frei hat. Beim morgendlichen Kaffee erreichte mich noch die Bitte von Knuffi, welche mich schnell in den Schreibwarenladen schickt um ihr noch 2 Eddings zu besorgen!

Der W- 05.04.16 - LKA Longhorn Stuttgart
DER W- 05.04.16 – LKA LONGHORN STUTTGARTDer W- 05.04.16 – LKA Longhorn Stuttgart

Das Mini-Engelchen trifft auch rechtzeitig zur Abfahrt hier ein und so kann es quasi (fast) pünktlich zur geplanten Abfahrtszeit losgehen. Die Anreise verläuft wie üblich, irgendwo ist immer Stau wenn du nach Stuttgart willst! Uns ereilte der Stau auf den letzten 10 km vor’m Ziel. Irgendwann hatten wir den Verkehr jedoch besiegt und kamen unserem Ziel nahe. Da wir bei Kevin bereits hier waren, kannten wir wenigstens die Location und wussten es gibt genügend Parkmöglichkeiten.

W Band gesichtet, kann also nix mehr schief gehen

Als wir um die letzte Ecke bogen, sah ich ihn schon: Hutze, der bereits an der Strassenecke wartete! Die Freude war riesig; schnell das Auto abgestellt und knuddeln. So wurde geredet, geflachst und beobachtet. Die Feststellung einen strategisch günstigen Parkplatz gewählt zu haben, kam recht flott! Nach ungefähr 5 Minuten waren schon mal 80% der W Band gesichtet, kann also nix mehr schief gehen! 🙂 Recht schnell stellte sich uns dann die Frage, wann kommen Micky und Mini-Micky? Anrufen und Schreiben brachte keinen Erfolg und so stellten wir uns einfach auf den freien Parkplatz zum Ratschen und dann war es soweit! Der zweite schwarze Wagen bog um die Ecke! Da waren sie endlich! Der nächste Freuden- und Knuddelalarm für diesen Tag!
Die nächste wichtige Frage an diesem Nachmittag: Wie geht es Alex?! Ist sie wirklich fit genug? Antwort: Fit ist anders, aber sie wird wirklich Nichts von diesem Konzert abhalten! So machten wir es uns erneut gemütlich, setzten uns unter die Kofferraumklappe und fanden die Erkenntnis: Warten nervt nicht immer! Wir hatten eine unfassbar schöne Zeit, trotz einsetzendem Regen.
Nun blieb uns nur noch die letzten beiden unserer kleinen Reisegruppe zu erwarten! Unterwegs waren sie bereits, nur der Verkehr war an diesem Tag nicht auf unserer Seite. Aber auch Knuffi und Onkel-Christian erreichten noch rechtzeitig ihr Ziel und wir konnten sie in unsere Arme schliessen. Endlich waren alle versammelt und wir machten uns auf den Weg zu Futter und Kaffee unter dem goldenen Buchstaben.

Das Licht auf der Bühne geht an.

Frisch gestärkt und voller Tatendrang ging es zur Halle. Hier war es dann doch wieder: Warten nervt! Diesmal in der Hauptrolle: Der schwäbische Regen vor dem Einlass…
Endlich drin! Unsere kleine Familia Abordnung tigert gemütlich Richtung der ersten Reihe und kurz darauf findet sich die kleine Reisegruppe rechts der Bühne wieder und es geht nach kurzem Check der Location wieder über in den gemütlichen Plausch!
Unser Hutze befreit uns alle von unseren nassen Jacken und transportiert Selbige in sein Hutzemobil, um sie uns nach dem Konzert vor der Halle wieder zu überreichen! Dafür werde ich unserem Hutze ewig dankbar sein, denn damit hat er unsere noch folgenden Ausflüge vermutlich vor dem Grippeausfall gerettet! Es regnete mal wieder…
Die Stunde zwischen Einlass und Vorband vergeht fix und ich bin sehr gespannt auf dass, was uns erwartet. Ich habe mich im Vorfeld absichtlich nicht über die Band informiert, denn ich wollte mich überraschen lassen. Die ersten Konzertberichte liessen mich zwiespältig auf das Kommende warten, denn Mexiko auf `nem W Konzert war für mich nicht erstrebenswert, aber abwarten und offen auf dass Kommende warten ist ja nicht verkehrt.

Das Licht auf der Bühne geht an. Die beiden betreten das recht spartanisch gehaltene Bühnenequipment und legen mit ihren Akustikgitarre los. Wow, eine echte Überraschung. Mich begeistert die Art, mit der sie ihre Musik den Publikum nahe bringen. Es macht riesig Spass. Ein paar sympathische Problemchen, wie eine gerissene Saite und in der Ersatzgitarre ein leerer 9V Block machen die beiden noch viel sympathischer. Es ist eine Freude zu sehen, wie die beiden mit den Gitarren die Songs, komplett ohne Gesang, abfeuern und es das Publikum mitzieht. Für eine Vorband eine geniale Wahl. Kein Anheizer im eigentlichen Sinn, jedoch machen sie Lust auf mitsingen und bauen eine super Stimmung auf. „Mexiko“ bringt die Meute zum Mitmachen, um mich herum wird gesungen und getanzt, die Interpretation der Beiden ist genial. Die gute halbe Stunde ist leider schnell um und ich freue mich drauf, in den nächsten Tagen mal zu gucken, was es auf diversen Kanälen von den beiden zu Sehen und zu Hören gibt.

Das Licht auf der Bühne geht zum zweiten mal an diesem Abend an und Die W Band steht inclusive der Verstärkung vor uns…
Es geht los! Endlich, viel zu lange ist unser letzter Der W Konzertbesuch in Karlsruhe im Juli 2014, her! Über die Setlist und deren Reihenfolge werde ich nicht näher berichten, um denen, die es noch vor sich haben, nicht die Spannung zu nehmen! All jenen, die sich überraschen lassen wollen, sei mit auf den Weg gegeben: hört euch auch die eher selten gespielten Perlen mal an!
Der W möchte weniger ins Plaudern verfallen und beim zweiten Verfallen wird er mit tosendem Applaus dafür gefeiert und seine Idee, das es einigen vielleicht doch gefällt, quittiert eine erneute Salve tosenden Applauses. Wir erleben an diesem Abend unglaubliche Emotionen, Songs die uns von gnadenloser Feierlaune in den Abgrund schubsen, nachdenkliche Momente, zu Tränen gerührt, nur um uns im nächsten Part der unfassbar derbe, geilen Setlist, wieder in Feierlaune zu bringen!
Aber dies, genau mit den Menschen zu erleben, ist ein unfassbares Geschenk! Jeder kann sich einfach gehen lassen, die Momente geniessen, jeder der es braucht, bekommt eine Schulter zum Weinen, einen Arm oder eine Hand zum Halten, ein glückliches Grinsen beim Abfeiern und natürlich rocken wir die Bude, daß die Wände wackeln! Bis zu den letzten Tönen der Zugabe wird das langsam nahende Konzertende ausgeblendet; es wird gesungen und gefeiert, bis uns die letzten Töne endgültig klar machen: Der W 2016 – „Die Erste“ ist für uns schon vorbei! Klatschnass, heiser und glücklich, machen wir uns auf den Weg zur Bar, um erstmal unsere trockenen Kehlen zu spülen.
Noch ein Abstecher zum Merch, damit wir auch für die Anreise zu den noch folgenden Konzerten „ordentlich“ gekleidet sind. Irgendwann fällt uns dann ein, daß wir ja auch mal eine rauchen könnten und so schlendern wir langsam nach draussen, wo schon Hutze mit unseren Jacken wartet und dann stehen wir da, im kalten, nächtlichen Stuttgarter Regen.

Wo müssen wir denn überhaupt hin?

Es gibt ja den ambitionierten Plan, noch einen absoluten Herzenswunsch zu erfüllen. Erstmal suchen wir uns ein trockeneres Plätzchen unterm Autodach und schauen uns die Möglichkeiten an, wo die Band rauskommen könnte. Die anderen Autogrammjäger haben es sich schon nahe des Busses einen Platz gesucht und nach einer halben Stunde tigern wir auch mal Richtung unserer Gruppe, welche sich ein Stückchen weiter auf der gegenüberliegenden Strassenseite aufgestellt hatte, denn es tut sich nicht wirklich viel und der Regen wird auch nicht weniger. Wir plaudern noch ein wenig und beschließen gegen Mitternacht, unseren ambitionierten Plan, nach einer letzten Zigarette, durchgefroren und müde aufzugeben, die nächsten Konzerte ergeben hoffentlich eine Möglichkeit ihn zu erfüllen.
Es bleibt ein Abschied, der aber für alle kein so wirklich langer Abschied ist. Denn Micky und Alex werden Hutze bereits in München wieder treffen, Knuffi und Onkel-Christian werden, genau wie ich, unseren Hutze am nächsten Wochenende in Innsbruck wieder sehen und Neu Isenburg steht ja auch noch auf der Liste.
Nachdem wir uns alle verabschiedet haben, machen wir uns auf den Heimweg. Gegen 3 Uhr erreichen auch die Letzten ihre Betten.

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