35 JAHRE BÖHSE ONKELZ SYMPHONIEN & SONATEN – 06. MAI 2016 – PHILHARMONIE ESSEN

35 Jahre BO - Symphonien & Sonaten
35 JAHRE BO – SYMPHONIEN & SONATEN

Plötzlich war es raus!
Es wird stattfinden, eine ganz besondere Veranstaltung für ein ganz besonderes Jubiläum.
Am Freitag den 06. Mai 2016 wird der Geburtstag gebührend nachgefeiert werden.

Nachdem im letzen Jahr die CD mit den klassischen Arrangements der Onkelz Songs bereits veröffentlicht wurde und hierfür die neu arrangierten Stücke durch das Bratislava Symphonie Orchester eingespielt wurden, wird es in diesem Frühling ein klassisches Konzert mit Onkelz Songs geben, gespielt vom Bratislava Symphonie Orchester.

Was eine Freude! Ich liebe dieses Album. Zwei Dinge die ich sehr liebe in absoluter Symbiose zusammengeführt, klassische Musik und die Songs der Onkelz und das in einem Konzerthaus! Wer hätte sowas je für möglich gehalten?

Anfang April soll es also den Vorverkauf hierzu geben. Irgendwie ist es aber sehr kurzfristig und durch einen unglücklichen Umstand konnte ich nicht zu Hause am Rechner sitzen. So ging ich leider mal wieder leer aus, was Tickets angeht und da ich ja scheinbar mehr der Typ für zweite Versuche bin, verlasse ich mich darauf. Leider kommt es jedoch schlimmer, einen Abend in den letzten Wochen muss ich arbeiten, die schnelle Infoquelle namens BO Forum funktioniert nicht und so verpasse ich die Ankündigung und den Verkauf der Restkarten. Uff, jetzt wird es blöd.
Mittlerweile haben wir einen Plan B und der sieht uns in Galaoutfit vor dem Livestream sitzend, vor. Nicht die erste Wahl, aber den Livestream finde ich großartig, für alle die nicht in feinem Zwirn in ein Konzerthaus möchten. Ziemlich nett und kommerziell geht auch anders!

Familia und Eintrittskarten

Ich erwähnte im Forum, dass ich traurig bin, keine Karten bekommen zu haben und falls sich was ergibt, ich weiterhin Interesse an einer Karte haben würde. So ergab eins das andere, jemand mit Karte entdeckte eine Karte die er gerne hätte und wenn er sie bekommen könnte würde er mir die bereits vorhandene überlassen! Ich war sprachlos, was ein Angebot in dieser Situation. Der Sonntag war vormittags schon reichlich nervenaufreibend und die Familia versammelte sich online zum Daumen drücken, das die Wunschkarte erworben werden kann. Kurzum, es hat geklappt und sobald die Karte hier vor mir liegt, kann ich also doch an diesem wirklich einmaligen Event teilnehmen. Dieser Mensch wird in diesem Monat schon zum wiederholten Mal dafür sorgen, das wir nicht den Erkältungstod sterben und dadurch die W Tour verpassen, organisiert unfassbare Dinge für andere zauberhafte Menschen und ist einfach ein unglaublicher Mensch! Ich danke dir dafür!

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Meine Schwester hat sich auch noch 2 Tickets gesichert und so muss ich nicht alleine anreisen, jetzt werden die Anreisepläne nochmals überarbeitet und doch das Auto genommen. Jeden Tag geschehen gerade unglaubliche Dinge! Auch Knuffi und ihr Bändiger werden teilnehmen, denn sie haben sich auch für Tickets und Hotel entschieden! Dieses Erlebnis wird immer gigantischer! Ich könnte platzen vor Freude!

Mit der Familia auf Reisen III

Am Freitag soll es um 8.00 Uhr losgehen. Pünktlich aus dem Bett geklettert, schnell hergerichtet, genug Kaffee intus, so könnt’s losgehen! Dann rappelt mein Handy und mich ereilt die Nachricht: „Ich finde meine Karten nicht“, was ich für einen Scherz halte, entwickelt sich ein den nächsten Minuten zu einem echten Problem. Die Karten sind nicht beim Freund des Mini-Engels, nicht in ihrem Büro und auch nicht in ihrer Wohnung. Ich packe ihr Gepäck wieder aus und sie telefoniert, als alle Orte ausgeschlossen sind, ist die Verzweiflung kurz vor Sturmfluten aus Tränen; geh ich in ihre Wohnung drehe mich zweimal im Kreis und greife in eine Schachtel… was habe ich in der Hand? Den Umschlag mit den Karten.
Halleluja, mit einer Stunde Verspätung geht es endlich los! Dazu die Erkenntnis: Ich habe meinen eigenen Sheldon Cooper, der halbnackt in Arizona landet, ohne meine Hilfe und die nächste Frage aufwirft: Bin ich jetzt etwa Lennard Hofstaedter…
Ab ins Auto und die Frage wird auf der Fahrt erläutert. Uns bleiben ja knapp 6 Stunden und 523 km Anreise! Es wird gelacht, gefrotzelt, gesungen, gegessen und getrunken und von unserer Verspätung bei der Abfahrt haben wir in Frankfurt, wo wir Jackie für den Rest der Reise zusteigen lassen, bereits 30 Minuten aufgeholt. So geht es weiter, 150 km vorm Ziel brauch ich eindeutig Kaffee, also legen wir einen kurzen Stop ein, gönnen uns eine Zigarette, schnappen mir einen Kaffe und weiter geht es! Ein kurzes Gespräch mit einem Bus voll Fussballtouristen, welche uns fragen ob wir zu den Onkelz fahren, da sie im Auto liefen und wir wohl ein bissl nach Onkelz Fanz aussahen. Wir müssen uns beeilen, denn der ursprünglich angepeilte Zeitpunkt der Ankunft um 14.00 Uhr, zum Empfang am Bahnhof, war schon kurz vor Frankfurt dahin. Aber im Hotel noch ein bisschen reden und die anderen Familias begrüßen muss sein.

Als wir Bochum im Schleichtempo gegen 14.55 Uhr passieren, kommt bereits die erste vorsichtige Nachfrage bis wann wir denn eintreffen, eine gute viertel Stunde trennt uns noch vom Ziel und wir schaffen es um 15.20 Uhr am Hotel einzutreffen. Eine kleine Abordnung steht bereits vorm Hotel und so werden erstmal alle bereits bekannten geknuddelt und strahlend begrüßt. Nur dat Henkka wollte so gar nix sagen und blieb erstmal unerkannt stehen! Aber das änderte sich dann doch relativ schnell! So schön sie alle wieder vereint zu haben, ich will gar nicht weg und mich richten.
Plötzlich hält ein Bus vorm Hotel und ich muss grinsen. Es ist der Bus von der Raststätte. Die Dame welche mich dort ansprach tippte mir auf die Schulter: „Ihr seid doch die Mädels vom Ratsplatz“ – so blieb endlich ein Moment ihr zu erklären was wir heute vorhaben.
Als Knuffi endlich eintraf konnten wir uns langsam dran machen die Pläne fürs richten der 3 Mädels auszutüfteln, aber erstmal ankommen für die beiden. Nach und nach kommen einige die bereits fertig sind nach unten und jedesmal ist es ein WOW Moment. Wir parken die Wartenden in der Lobby und beziehen unsere Zimmer!
Jetzt aber zackig duschen, Haare machen und umziehen. Ich weiß ich brauche dafür nur gut 20 Minuten plus schminken. ein wildes Gewusel zwischen den 3 Zimmern, welche zum Glück direkt nebeneinander liegen beginnt! Ich renne hier hin, wusle dort, aber ausser duschen und 90 % meiner Frisur ist nix fertig. Dafür hat das Mini Engelchen die Haare schön und Dani muss sich nur noch anziehen. Ich brauch dringend eine Zigarette. So tappeln wir vors Hotel, wo schon fast alle fertig stehen und langsam los wollen, allerdings ist es erst 17.45 Uhr. Wir rauchen und dann zischen wir wieder nach oben und machen uns fertig. Kurz nach 18.00 Uhr sind wir dann endlich soweit und kommen auch in der Lobby an. Noreia ist so lieb und macht das Taxi für die Familia, der erste Schwung ist schon im Sheraton, wo wir uns alle treffen wollen um Jo und Nine abzuholen.
Ein kurzes Sammeln der Gedanken, ein Plausch und gegenseitige Bewunderung, wie toll doch alle plötzlich aussehen, dann wird es auch schon bald Zeit für das Gruppenfoto und den Weg rüber zur Philharmonie. Auf dem Weg zum Rauchen stand Stephan schon ganz entspannt im Foyer und schaute sich einfach das Treiben an. Mit einem Grinsen im Gesicht ging ich nach draussen eine rauchen. Später erfuhr ich, dass die Mädels nochmals Fotos gemacht haben. So versammelten wir uns alle vor der Hotellobby und machten unser Gruppenbild! Es war der Hammer uns alle danach auf diesem Bild zu sehen. Wir waren schon sehr schick!

Dann ging es langsam rüber zur Philharmonie und dort verabschiedeten wir uns dann langsam, tranken noch etwas und machten uns auf die Suche nach unseren Plätzen. Wir fanden uns mit ein bissl Durchfragen schnell zurecht und begaben uns auf unsere Plätze.
Erstmal umsehen, wo denn der Rest so sitzt, ein Teil sass links unter uns auf dem ersten Balkon, die anderen einen Balkon höher, die Herren im Chor uns gegenüber, mehr konnten wir leider nicht ausmachen. Aber ein Teil war, wie wir wussten, unten im Parkett.
Plötzlich brach ein gewisses Raunen los und irgendwie gingen alle Blicke in die Reihen kurz über uns. Etwas verwirrt dreh ich mich um und seh in das Gesicht von Stephan, gefolgt von Dirk, Gonzo und Pe. Ein vorsichtiges tatschen nach rechts und die Frage ob sie mir jetzt gleich vom Stuhl kippt, aber Entwarnung, alles entspannt und dann kommt Kevin!
So beziehen die 4 mit ihren Familien und Freunden die Plätze kurz über uns und dann geht es auch schon los.

Orchester, der ungewöhnlichste Chor der Welt und die Onkelz mittendrin…

Das Orchester betritt den Saal, der Dirigent tritt ein, der Saal wird still und wir beide sitzen gefesselt auf unseren Plätzen! Es ist wahr, wir sitzen hier und es passiert wirklich! Ein wenig seltsam mutet das Ganze schon an. Viele fühlen sich „verkleidet“ und wissen mit der Situation und allem was hier so passiert nicht immer etwas anzufangen. Wir beide geniessen es in vollen Zügen, einen Klassikabend mit Onkelz Songs, das ist so surreal, aber unendlich wundervoll und ein einzigartiges Erlebnis.

„Dunkler Ort“ eröffnet diese unglaubliche Veranstaltung. Viele werden direkt gepackt, denn in einer Philharmonie klingt das Ganze nochmal völlig anders und zieht uns und die Anwesenden direkt in einen ganz besonderen Bann. Bei „Der Platz neben mir“ darf ich dann direkt kämpfen, ich schaffe es, die Tränen tapfer wegzuzwinkernd, mein Make-up zu retten und merke nur wie von rechts eine Hand die meine ganz festhält. Ich überstehe es und ab jetzt kann ich den Rest geniessen, denn ich weiß etwas emotionaleres muss ich heute nicht mehr überstehen.
Das Publikum ist sehr tapfer und verhält sich dem Anlass und den Wünschen der Gasgeber gemäß. Man spürt allerdings doch, das dies heute eine andere Art Klassikkonzert ist. Standing-Ovation bereits im ersten Teil und Sprechchöre des Publikums zwischen den einzelnen Stücken zeigen, das dies ein ganz besonderer Abend ist und die Frage im Raum steht, wie lange es dauert, bis der Saal nicht mehr zu halten ist. Aber erstmal Pause, der Saal leert sich und auch wir gehen auf den oberen Balkon. Unten erspähen wir einen Großteil unserer Truppe. Hier auf dem Balkon herrscht eine ziemliche Dichte an bekannten Gesichtern und wir werden darauf aufmerksam gemacht, das Mari nur ein paar Schritte von uns entfernt steht und so kann ich sie begrüßen und freue mich riesig sie wieder zu sehen. Wir wechseln ein paar Sätze und wollen uns gemeinsam mit den anderen nach dem Konzert hier treffen.
Noch eine schnelle Zigarette und dann machen wir uns wieder auf den Weg zu unseren Plätzen. Der Saal füllt sich und als Gonzo sich zu seinem Platz schleicht wird er natürlich gleich entdeckt und die Fans nutzen die Gelegenheit und machen Fotos und lassen sich Autogramme geben. Auch Stephan schafft es durch den Eingang und wird direkt belagert. Es ist interessant das zu beobachten und wir fragen uns wie die 4 auf ihre Plätze kommen sollen. Einzig Dirk tat mir mit seinen Krücken sehr leid, denn die Gonzo umlagernden Fans lassen den Armen mit seinen Krücken einfach stehen. Nach ein paar Minuten ist aber alles erledigt und des Konzert kann weiter gehen.

Der zweite Teil geht ebenso begeisternd weiter wie der erste Teil endete. Allerdings war es förmlich zu spüren, wie es im Saal knisterte. Nicht nur aus den Reihen unter und neben uns, sondern auch ganz besonders spürbar von den Plätzen hinter uns. Das verhaltene Gesang wird lauter und die Standing-Ovation lauter. Bei „Wir ham noch lange nicht genug“ lässt sich der lauteste Chor der Welt nicht mehr aufhalten und der Refrain wird mitgesungen.
Zum Ende des Konzertes begeben sich die Gastgeber nach unten und Gonzo richtet ein paar berührende Worte an Orchester und Publikum. Zum letzten Song des Abends sind die 4 wieder auf ihren Plätzen und es liegt eine ganz besondere Magie in der Stimmung in diesem Saal.
Es wird lautstark eine Zugabe vom gesamten Publikum gefordert. Im ganzen Saal sitzt niemand mehr auf seinem Platz. Das Orchester spielt ein weiteres mal „Wir ham noch lange nicht genug“; Gonzo dirigiert erneut gemeinsam mit dem Dirigenten das Publikum und Kevin kann sich sein „Jaaaaa“ nicht mehr verkneifen. Es beginnt, ein wohl auch für das Orchester und die Onkelz, ungewöhnliches Erlebnis, denn sie erleben den lautesten Chor der Welt in einer ganz besonderen Form, denn heute sind auch die vier Teil dieses Chores. Es ist ein wahnsinniger Moment, man weiß nicht wohin man schauen soll, das Orchester, das Handys zückt und filmt, ein Publikum das euphorisiert mitsingt und Gonzo und Kevin die nicht mehr zu halten sind und ihrer Freude freien Lauf lassen.
Es endet ein einzigartiger Konzertabend mit Bildern für die Ewigkeit in den Köpfen aller Anwesenden.

Nach dem Konzert gehen wir auf den Balkon und dort treffen wir gleich auf einen Großteil der im Saal verteilten. Es entwickeln sich interessante Gespräche, wir plaudern hier und da. Gegen Mitternacht spüren wir alle unsere Füße und wollen langsam los die Schuhe wechseln. Noch ein Foto gemeinsam mit Mari und wir machen uns auf den Weg. Auf der anderen Seite ist eine Menschentraube, also wird dort auch noch ein Blick hin geworfen, nachdem sich herausstellt das Stephan dort steht, kann es weiter gehen. Wir schlendern aus der Philharmonie heraus, gehen zum Sheraton um uns von Jo und Nine zu verabschieden und suchen uns nach einem kurzen Plausch ein Großraumtaxi, das uns zum Hotel chauffiert.

Im Hotel angekommen treffen wir auf die anderen, die schon früher los sind und wir Damen machen uns recht schnell auf den Weg in die Zimmer um uns umzuziehen. Kurz darauf finden sich alle in gewohntem Outfit wieder in der Hotellobby.
Uns zieht es noch Richtung Bahnhof um eine Kleinigkeit zu essen, aber wir müssen auch anschliessend zügig zurück ins Hotel, denn Henkka muss pünktlich auf den Bahnhof gebracht werden.
Langsam verkleinert sich die Gruppe, nach und nach gehen alle auf ihre Zimmer. Zu guter letzt sitzen Lily, Firma und ich noch in der Lounge des Hotels und führen Interessante Gespräche. Irgendwann werden aber auch unsere Augen schwer und wir verabschieden uns und gehen schlafen.
Was ein Tag!
Ein traumloser Schlaf beginnt und dank Late check out und verlängertem Frühstück, treffen wir uns einigermassen fit, in der Hotellobby. Einige von uns gehen zum Frühstück und der Rest besorgt sich Frühstück ausserhalb des Hotels.
Gegen Mittag treffen wir uns alle in der Nähe des Bahnhofs, denn Jo und Nine kommen auch und wir verabschieden uns in der grossen Runde am Bahnhof. Dann beginnt der Heimweg in alle Himmelsrichtungen.

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