Bemerkenswert

DER W – 09. APRIL 2016 – MUSIC HALL INNSBRUCK

Der W - 09.04.16 - Musichall Innsbruck
DER W – 09.04.16 – MUSICHALL INNSBRUCKDer W – 09.04.16 – Musichall Innsbruck

Mit der Familia auf Reisen Teil II

Am Samstag morgen wachte ich kurz vor 9.00 Uhr mit einem Lächeln auf, tapste fröhlich in die Küche (was bei einem Morgenmuffel wie mir schon ne Leistung ist) und gönnte mir erstmal ein paar Kaffee, ging dabei gedanklich meine gepackten sieben Sachen durch und schaute mir im Internet nochmal die Verkehrslage an. Kurz vor zehn ging es dann endlich los.

Ab nach Innsbruck! W-Playlist auf die Autoboxen und so ging es bei herrlichem Sonnenschein entlang des Bodensee Richtung Österreich. Kurz vor Mittag erreichte ich die Grenze, ein kurzer Boxenstop, Zigarettenpause, kurzer check via WA, wo sich denn der Rest so befindet, weiter…
Die geplanten Ankunftszeiten sollten sich recht gut ausgehen, so dass eine ziemlich zeitgleiche Ankunft am Hotel, für die aus allen Richtungen kommende Gruppe, hinhaut.

Das langesehnte Wiederseh’n beginnt

Als ich den Parkplatz des Hotels erreiche sehe ich schon das Auto von Knuffi und ihrem Bändiger, somit ist auch Jackie da; fix meinen Wagen daneben abgestellt, eine große Runde knuddeln und dann erstmal gemütlich quatschen. Just in dem Moment rollt das Hutzemobil mit Nine und Jo auf den Parkplatz. Der noch fehlende Rest holt true und seine Frau vom Bahnhof ab.
Derweil entschied ich mich den Check-in im Hotel gleich zu erledigen und mein Köfferchen in mein Zimmer zu bringen. Kurz drauf kam auch das Knuffi zurück und wir beschlossen die Zeit bis zur Ankunft der Bahnreisenden und ihres Geleitschutzes sinnvoll zu nutzen.
Wir besorgten Zigarettennachschub für Knuffi und Bändiger. Damit das Ganze nicht so trist ist haben wir noch schnell einen Supermarkt geentert; Espresso aus der Dose für den Morgen danach und uns den Rückweg mit einem gekühlten Corona versüßt. Als wir wieder am Hotel ankamen war dann auch der Rest unserer illustren Truppe eingetroffen.
Die freudige Begrüßung der noch eingetroffenen ist genauso emotional wie immer und es wird geknuddelt und vor Freude gehüpft. Teilweise sind die letzten Treffen schon fast 1 Jahr her! Viel zu lange, wie jedem einzelnen auffällt!
Langsam verteilt sich die Truppe auf die Zimmer und entweder wird sich noch ein bissl frisch gemacht und aufgehübscht oder ein kurzes Nickerchen angepeilt.
Kurz darauf die Nachricht: „Wir gehen jetzt was essen“ „Kommen wir nochmal wieder?“ „Ja klar, ich bin ja auch noch nicht gerichtet“ Also zack Schuhe an und runter; auf die Nachfrage über das geplante stellt sich nach einer Weile heraus, das wir gleich zur Location fahren und dort essen. Alles klar, wieder hoch und schnell herrichten, derweil wurde das Taxi bestellt und kurze Zeit später standen alle vor dem Hotel und warteten auf das Taxi. Das erste kam recht fix und transportierte die ersten 6 zur Location. Wir standen da und warteten; nach einer gefühlten Ewigkeit kam dann doch endlich unser Taxi und transportierte den 7-köpfigen Rest zur Location.

Music Hall; Location mit angeschlossener Bar

Erstmal einen Tisch entern und Getränke bestellen; Essen bestellen und ein gemütliches Einstimmen auf das uns Bevorstehende. Nach einer Weile gesellten sich Vagabundos zu uns und wir plauderten, dabei erfuhren ein bisschen mehr über die Band und ihre Art Musik zu leben!
Gegen 18.30 Uhr verabschiedeten sich die drei um sich vorzubereiten. Langsam wurde es knapp mit unserem Essen und wir mussten stornieren um noch pünktlich am Einlass zu sein, denn das Ziel war klar, unsere Gruppe sollte die erste Reihe bevölkern. Jo und Nine kamen am Einlass sehr gut durch und stellten sich ans Gitter, nach und nach trudelte die komplette Truppe durch den Einlass und bevölkerte die erste Reihe. Während wir gemütlich am Gitter sitzend auf den Beginn der Show warteten blieb die Gelegenheit die Location mal genauer zu begucken. Ein wirklich schöner, kleiner Laden. Klein aber fein, trifft es ziemlich gut für meinen Geschmack. So trank man gemeinsam ein gekühltes Getränk und es durfte geplaudert werden über die letzten Tage, die verschiedenen Shows die wir seit Montag gesehen hatten und die daraus erfahrenen Emotionen.

Der W - 09.04.16 - Musichall Innsbruck
DER W – 09.04.16 – MUSICHALL INNSBRUCKDer W – 09.04.16 – Musichall Innsbruck

Das Licht geht aus; Auftritt Vagabundos die Zweite für mich! Die Art und Leidenschaft, mit der sie ihre Gitarren bespielen ist einfach ganz besonders. Ich geniesse die 40 Minuten die Barish und Denis haben um die Halle zu begeistern. Wir feiern die beiden und dieses Mal gibt es keine sympathischen Zwischenfälle wie in Stuttgart und der Auftritt ist richtig gut.
Pause
Das Licht geht aus und für mich auf der Tour zum letzen mal an.
Mich begeistert das Konzert genauso wie am Dienstag zuvor in Stuttgart. Es fühlt sich ein wenig anders an, aber einfach nur ungewohnt. Viele neue Menschen, nette Bekanntschaften und meine neue Aufgabe: Getränke holen auf der Ablage des Gitters. Zwischen jedem Song greife ich nach unten und reiche die entsprechenden Becher nach links und rechts. Nach einer Weile läuft es ohne Worte.
Die Setlist kickt mich genauso wie vor einigen Tagen, pushen, kicken, runterziehen und wieder hoch in absolute Partystimmung. Wahnsinn wie diese Setlist die Leute einfängt und ihnen wirklich alles abverlangt. Die Zeit ist viel zu schnell um und schon werden wir mit dem letzen Song der Zugabe erneut raus gefegt.
Wir schnappen uns alle ein Getränk und müssen erstmal sammeln. Einige plaudern hier, andere gehen zum Merch, ich lande bei Mari am Merch Stand der Vagabundos. Barish ist auch da und wir plaudern, in der größer werdenden Runde, ein wenig mit den beiden. Es werden Eintrittskarten signiert und auch CD’s mit Widmungen versehen.
Plötzlich geht es eilig nach draussen und wir müssen uns losreissen. Als ich nach draussen komme, stürmt mir schon das Knuffi entgegen, wo ich denn so lange bleibe. Ich wußte ja wo sie sind und wollte gemütlich folgen.

Nach der Show ist vor dem Highlight

Ich stelle mich etwas abseits des Gitters, hinter dem die Band sich versammelt und den Fans alle Autogramm- und Fotowünsche erfüllt. Ein wachsames Auge auf Knuffi, die ja gleich ihren großen Wunsch in Form des ominösen Zettels erfüllt bekommen soll. So stehen Jackie, Firma, Hutze und ich auf unserem Beobachtungsposten und warten gespannt was gleich passiert. Hutze geht sich das aus der Nähe ansehen, Jackie entschwindet auch und so bleiben Firma und ich zurück und vertiefen uns weiter in unser Gespräch. Vor uns werden weiterhin Fotos gemacht und Gespräche geführt. Dann Auftritt Stephan und wir wissen, es dauert noch. Langsam wird es kalt und ich hoffe, es dauert nicht mehr zu lange! Dann ist es soweit; es hat tatsächlich geklappt und Knuffi bekommt ihren Herzenswunsch erfüllt, dazu noch Fotos und ein kleines Gespräch. Ich darf das glückliche, aber weinende Menschlein in die Arme nehmen und freue mich für sie. Der Aufbruch ist allerdings weiterhin nicht absehbar und uns plagen Kälte und Durst. Wir geben bescheid, dass wir uns in die angeschlossene Kneipe begeben und etwas trinken gehen.

Die Bar war reichlich gefüllt, einzig Mari, welche sich nach dem Konzert noch mit uns treffen, wollte war nicht zu finden. So bezogen wir einen Tisch und bestellten uns etwas zu trinken. Die Musik war eine gesunde Mischung aus Onkelz, W und ähnlichen Songs anderer Künstler. Gute Wahl hier abzusteigen. Es trafen immer wieder Leute ein, sei es um sich zu verabschieden, oder noch einen Moment zu bleiben und so waren wir gegen 1 Uhr die einzigen verbliebenen. Für uns war die Wahl: bleiben oder im Hotel ohne Musik und Getränke. Uns gefiel die erste Variante besser und wir entschieden uns zu bleiben. Es gab hier Corona und unser Getränk war damit schnell gefunden. Wir plauderten über alle möglichen Themen, die Zeit rann nur so und plötzlich war es 3 Uhr und der Laden schloß. So suchten wir uns ein Taxi und liessen uns ins Hotel fahren.
Eine letzte Zigarette im Raucherraum des Hotels und dann war es Zeit für das Bett und einschlafen war sofort angesagt.

Nach einer relativ kurzen Nacht sprang ich unter die Dusche und machte mich auf dem Weg zum Frühstück. Natürlich waren schon fast alle versammelt, da es Sonntag war gab es verlängerte Frühstückszeiten und ich konnte ganz entspannt frühstücken. Gegen Mittag machten wir uns gemeinsam auf den Weg in die Innenstadt um noch ein wenig Innsbruck zu sehen. Wir schlenderten durch Gassen und über Plätze, unter dem „Goldenen Dachl“ setzten wir uns in ein Kaffee und es gab Cappuccino und Kuchen. Es entstanden schöne Gespräche und der Ausflug klang langsam aus.
Am späten Nachmittag ging es dann auf die Heimreise und es bleibt die Erkenntnis, das dieser (für Aussenstehende) leicht verrückte Haufen einfach unglaublich ist und es Spass macht gemeinsam Konzerte zu besuchen!

Der W - 09.04.16 - Musichall Innsbruck
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Bemerkenswert

DER W – 05. APRIL 2016 – LKA LONGHORN STUTTGART

Mit der Familia auf Reisen Teil I

Meine Urlaubsplanung war auch in diesem Jahr, bereits vor der Bekanntgabe der Daten, ein Volltreffer. So konnte ich die Tage seit Tourstart gemütlich, ohne Stress verbringen und die Vorfreude stieg von Tag zu Tag, ach was sag ich, quasi von Stunde zu Stunde.

Das Auto schon vollgetankt, habe ich den Vormittag im normalen Leben verbracht und alles erledigt, was man eben so macht, wenn man mal endlich frei hat. Beim morgendlichen Kaffee erreichte mich noch die Bitte von Knuffi, welche mich schnell in den Schreibwarenladen schickt um ihr noch 2 Eddings zu besorgen!

Der W- 05.04.16 - LKA Longhorn Stuttgart
DER W- 05.04.16 – LKA LONGHORN STUTTGARTDer W- 05.04.16 – LKA Longhorn Stuttgart

Das Mini-Engelchen trifft auch rechtzeitig zur Abfahrt hier ein und so kann es quasi (fast) pünktlich zur geplanten Abfahrtszeit losgehen. Die Anreise verläuft wie üblich, irgendwo ist immer Stau wenn du nach Stuttgart willst! Uns ereilte der Stau auf den letzten 10 km vor’m Ziel. Irgendwann hatten wir den Verkehr jedoch besiegt und kamen unserem Ziel nahe. Da wir bei Kevin bereits hier waren, kannten wir wenigstens die Location und wussten es gibt genügend Parkmöglichkeiten.

W Band gesichtet, kann also nix mehr schief gehen

Als wir um die letzte Ecke bogen, sah ich ihn schon: Hutze, der bereits an der Strassenecke wartete! Die Freude war riesig; schnell das Auto abgestellt und knuddeln. So wurde geredet, geflachst und beobachtet. Die Feststellung einen strategisch günstigen Parkplatz gewählt zu haben, kam recht flott! Nach ungefähr 5 Minuten waren schon mal 80% der W Band gesichtet, kann also nix mehr schief gehen! 🙂 Recht schnell stellte sich uns dann die Frage, wann kommen Micky und Mini-Micky? Anrufen und Schreiben brachte keinen Erfolg und so stellten wir uns einfach auf den freien Parkplatz zum Ratschen und dann war es soweit! Der zweite schwarze Wagen bog um die Ecke! Da waren sie endlich! Der nächste Freuden- und Knuddelalarm für diesen Tag!
Die nächste wichtige Frage an diesem Nachmittag: Wie geht es Alex?! Ist sie wirklich fit genug? Antwort: Fit ist anders, aber sie wird wirklich Nichts von diesem Konzert abhalten! So machten wir es uns erneut gemütlich, setzten uns unter die Kofferraumklappe und fanden die Erkenntnis: Warten nervt nicht immer! Wir hatten eine unfassbar schöne Zeit, trotz einsetzendem Regen.
Nun blieb uns nur noch die letzten beiden unserer kleinen Reisegruppe zu erwarten! Unterwegs waren sie bereits, nur der Verkehr war an diesem Tag nicht auf unserer Seite. Aber auch Knuffi und Onkel-Christian erreichten noch rechtzeitig ihr Ziel und wir konnten sie in unsere Arme schliessen. Endlich waren alle versammelt und wir machten uns auf den Weg zu Futter und Kaffee unter dem goldenen Buchstaben.

Das Licht auf der Bühne geht an.

Frisch gestärkt und voller Tatendrang ging es zur Halle. Hier war es dann doch wieder: Warten nervt! Diesmal in der Hauptrolle: Der schwäbische Regen vor dem Einlass…
Endlich drin! Unsere kleine Familia Abordnung tigert gemütlich Richtung der ersten Reihe und kurz darauf findet sich die kleine Reisegruppe rechts der Bühne wieder und es geht nach kurzem Check der Location wieder über in den gemütlichen Plausch!
Unser Hutze befreit uns alle von unseren nassen Jacken und transportiert Selbige in sein Hutzemobil, um sie uns nach dem Konzert vor der Halle wieder zu überreichen! Dafür werde ich unserem Hutze ewig dankbar sein, denn damit hat er unsere noch folgenden Ausflüge vermutlich vor dem Grippeausfall gerettet! Es regnete mal wieder…
Die Stunde zwischen Einlass und Vorband vergeht fix und ich bin sehr gespannt auf dass, was uns erwartet. Ich habe mich im Vorfeld absichtlich nicht über die Band informiert, denn ich wollte mich überraschen lassen. Die ersten Konzertberichte liessen mich zwiespältig auf das Kommende warten, denn Mexiko auf `nem W Konzert war für mich nicht erstrebenswert, aber abwarten und offen auf dass Kommende warten ist ja nicht verkehrt.

Das Licht auf der Bühne geht an. Die beiden betreten das recht spartanisch gehaltene Bühnenequipment und legen mit ihren Akustikgitarre los. Wow, eine echte Überraschung. Mich begeistert die Art, mit der sie ihre Musik den Publikum nahe bringen. Es macht riesig Spass. Ein paar sympathische Problemchen, wie eine gerissene Saite und in der Ersatzgitarre ein leerer 9V Block machen die beiden noch viel sympathischer. Es ist eine Freude zu sehen, wie die beiden mit den Gitarren die Songs, komplett ohne Gesang, abfeuern und es das Publikum mitzieht. Für eine Vorband eine geniale Wahl. Kein Anheizer im eigentlichen Sinn, jedoch machen sie Lust auf mitsingen und bauen eine super Stimmung auf. „Mexiko“ bringt die Meute zum Mitmachen, um mich herum wird gesungen und getanzt, die Interpretation der Beiden ist genial. Die gute halbe Stunde ist leider schnell um und ich freue mich drauf, in den nächsten Tagen mal zu gucken, was es auf diversen Kanälen von den beiden zu Sehen und zu Hören gibt.

Das Licht auf der Bühne geht zum zweiten mal an diesem Abend an und Die W Band steht inclusive der Verstärkung vor uns…
Es geht los! Endlich, viel zu lange ist unser letzter Der W Konzertbesuch in Karlsruhe im Juli 2014, her! Über die Setlist und deren Reihenfolge werde ich nicht näher berichten, um denen, die es noch vor sich haben, nicht die Spannung zu nehmen! All jenen, die sich überraschen lassen wollen, sei mit auf den Weg gegeben: hört euch auch die eher selten gespielten Perlen mal an!
Der W möchte weniger ins Plaudern verfallen und beim zweiten Verfallen wird er mit tosendem Applaus dafür gefeiert und seine Idee, das es einigen vielleicht doch gefällt, quittiert eine erneute Salve tosenden Applauses. Wir erleben an diesem Abend unglaubliche Emotionen, Songs die uns von gnadenloser Feierlaune in den Abgrund schubsen, nachdenkliche Momente, zu Tränen gerührt, nur um uns im nächsten Part der unfassbar derbe, geilen Setlist, wieder in Feierlaune zu bringen!
Aber dies, genau mit den Menschen zu erleben, ist ein unfassbares Geschenk! Jeder kann sich einfach gehen lassen, die Momente geniessen, jeder der es braucht, bekommt eine Schulter zum Weinen, einen Arm oder eine Hand zum Halten, ein glückliches Grinsen beim Abfeiern und natürlich rocken wir die Bude, daß die Wände wackeln! Bis zu den letzten Tönen der Zugabe wird das langsam nahende Konzertende ausgeblendet; es wird gesungen und gefeiert, bis uns die letzten Töne endgültig klar machen: Der W 2016 – „Die Erste“ ist für uns schon vorbei! Klatschnass, heiser und glücklich, machen wir uns auf den Weg zur Bar, um erstmal unsere trockenen Kehlen zu spülen.
Noch ein Abstecher zum Merch, damit wir auch für die Anreise zu den noch folgenden Konzerten „ordentlich“ gekleidet sind. Irgendwann fällt uns dann ein, daß wir ja auch mal eine rauchen könnten und so schlendern wir langsam nach draussen, wo schon Hutze mit unseren Jacken wartet und dann stehen wir da, im kalten, nächtlichen Stuttgarter Regen.

Wo müssen wir denn überhaupt hin?

Es gibt ja den ambitionierten Plan, noch einen absoluten Herzenswunsch zu erfüllen. Erstmal suchen wir uns ein trockeneres Plätzchen unterm Autodach und schauen uns die Möglichkeiten an, wo die Band rauskommen könnte. Die anderen Autogrammjäger haben es sich schon nahe des Busses einen Platz gesucht und nach einer halben Stunde tigern wir auch mal Richtung unserer Gruppe, welche sich ein Stückchen weiter auf der gegenüberliegenden Strassenseite aufgestellt hatte, denn es tut sich nicht wirklich viel und der Regen wird auch nicht weniger. Wir plaudern noch ein wenig und beschließen gegen Mitternacht, unseren ambitionierten Plan, nach einer letzten Zigarette, durchgefroren und müde aufzugeben, die nächsten Konzerte ergeben hoffentlich eine Möglichkeit ihn zu erfüllen.
Es bleibt ein Abschied, der aber für alle kein so wirklich langer Abschied ist. Denn Micky und Alex werden Hutze bereits in München wieder treffen, Knuffi und Onkel-Christian werden, genau wie ich, unseren Hutze am nächsten Wochenende in Innsbruck wieder sehen und Neu Isenburg steht ja auch noch auf der Liste.
Nachdem wir uns alle verabschiedet haben, machen wir uns auf den Heimweg. Gegen 3 Uhr erreichen auch die Letzten ihre Betten.

Bemerkenswert

MILLIARDEN – 28. MÄRZ 2016 – EASTER CROSS OBERNDORF

Milliarden - Easter Cross
MILLIARDEN – EASTER CROSSMilliarden – Easter Cross

Mein Konzert Opener für 2016! – warmmachen mit Milliarden!

Ungefähr 2 Wochen vor Ostern sprach ich mit meiner Freundin darüber, wie schade es ist, das die beiden Jungs, so selten in unserer Nähe spielen.

Wir beide haben sie erstmals auf der Tour von Daniel Wirtz gesehen und was die beiden da auf der Bühne abgeliefert haben begeisterte uns beide so, das aus unserem üblichen: „Lass uns mal ein bissl Vorband gucken, noch eine rauchen und ein Bier holen vor dem Gig“ mal nichts wurde, sondern wir beide nach dem 2. Song der Meinung waren, die Vorband dürfte auch gerne noch eine Stunde weitermachen und Herr Wirtz könnte sich noch eine kleine Pause gönnen. Für einen absoluten Wirtz Fan eine sehr komische Situation, aber vollkommen verdient, denn sie sind wirklich klasse und machen einfach riesig Spass!

Eines Abends fuhr ich relativ spät von einer geschäftlichen Veranstaltung nach Hause und an einer Kreuzung fiel mir ein Schild für ein Festival ins Auge und da stand Milliarden! Leider musste ich weiter fahren und so suchte ich mir eine Wendemöglichkeit fuhr zurück, suchte eine Haltemöglichkeit und sprang mit dem Handy in der Hand aus dem Auto um ein Foto zu machen, damit ich zu Hause erstmal über das Internet genauere Infos finden kann. Noch eine kurze Nachricht an meine Freundin und zu Hause angekommen erstmal das Internet befragt und laut Veranstalter sollten Milliarden am Ostermontag um 20.00 Uhr beim Easter Cross auftreten!
Was eine Nachricht! Das wird also mein Konzert Opener für 2016! Traumhaft!

Zeit für Bewegung!

Die Zeit verging ziemlich schnell und so war das Osterwochenende da, alle Eier gefuttert und somit Zeit für Bewegung!
Leider konnte mich meine Freundin nicht begleiten und so musste mein Mann ran, den hab ich allerdings seit Oktober schwer begeistert was Milliarden angeht und so zogen wir beide nachmittags los und machten uns auf die kurze Anreise nach Oberndorf. Meine Freundin litt ein wenig, da sie uns nicht begleiten konnte. Weil sie so traurig war beschloß ich, ihr ein Autogramm der beiden Jungs zu besorgen, wenn sich dies irgendwie machen lässt.
Komischerweise bestand dieser ganze Tag nur aus Bands die ich noch nie gehört habe, bzw. die nicht so wirklich auf meinem Radar liegen, aber es war nicht schlecht und wir hatten eine gute Zeit mit den 3 Bands die uns bis 20.00 Uhr unterhalten durften.
Leider war dieser Tag kaum besucht und bei den ersten Bands tummelten sich geschätzt 50 Personen in dieser Halle. Ein wenig traurig wartete ich die ganze Zeit darauf, dass sich die Halle endlich füllt. Langsam wurde es knapp, die Halle bleib fast leer und ich entschied ich mich, während der Umbaupause ungefähr 3 Meter hinter dem Gitter vor der Bühne sitzen zu bleiben und die 5 Menschen die die erste Reihe bildeten zu unterstützen. Ein wenig füllte sich die Halle dann doch noch, ich schätze es waren zum Auftritt von Milliarden ungefähr 150 Leute.

Mit einem frischen Bier in der Hand ging es dann endlich los. Als Opener feuerten sie gleich mal Kokain und Himbeereis ab, ich durfte also gleich zu Anfang das Handy rausziehen und ein Video machen, denn das hatte sich meine Freundin gewünscht und da sie nicht dabei sein konnte, also war es Ehrensache das zu machen! Sie spielten natürlich die Songs ihrer EP, plus den einen oder anderen, sowie den in Kürze erscheinenden Song Milliardär. Eine tolle Stimmung breitete sich in der Halle aus und es zeigt sich mal wieder, das die Jungs mit ihrer Musik einfach Spass machen und das Publikum begeistern! Die Vermutung das in dieser Halle wohl keine 10 Leute waren, die Milliarden wirklich jemals gehört haben oder kennen, bestätigte sich, wenn man ein bissl schaute ob überhaupt wer mitsingen konnte. Sah bissl mau aus; aber mir egal, ich hab die 40 Minuten richtig abgefeiert und schneller wie mir lieb war, war die Zeit bereits um und der Auftritt vorbei.
Wir gingen erstmal eine rauchen und dann schlenderten wir durch die sich langsam füllende Halle Richtung Merch, denn ich hatte ja noch was zu erledigen. Es dauerte nicht lange und die beiden kamen mit ihrem Merch. Ja, hier verkauft die Band ihr Merch noch selbst! Einige weitere begeisterte Menschen wollten sich auch mit der EP eindecken, das freute mich ganz besonders. Auch beim Rauchen gab es einige Gespräche zu hören, bei denen begeistert über die beiden gesprochen wurde. So gefällt mir das!

Eine kleine Geste für eine tolle Freundin

Ich kaufte eine Ep und erklärte den beiden, was ich brauche. Sie guckten ein wenig verdutzt, aber klar, sie erfüllten mir meinen Wunsch und so bekam ich eine CD mit Widmung und einem Foto für meine daheim gebliebene Freundin, dazu kauften wir noch Shirts für die nächsten Konzerte.

Milliarden - Easter Cross
MILLIARDEN – EASTER CROSSMilliarden – Easter Cross

Wir plauderten noch ein wenig mit den beiden und sahen uns dann noch die beiden letzten Bands des abends an und irgendwann machten wir uns wieder auf den Heimweg!

Ein toller Abend und unser nächstes Milliarden Konzert gibt es zum Glück schon im September!

Bemerkenswert

BÖHSE ONKELZ – „BÖHSE FÜRS LEBEN“ 2. WE – 26.-27. JUNI 2015 – HOCKENHEIMRING

Zweimal sind nicht genug…

Spontan entscheide ich im April mir für das zweite Wochenende auch noch ein Ticket zu besorgen und so ein weiteres Wochenende am Ring mitzunehmen.

Da mein Kumpel sowieso dort hin fährt, da er am ersten Wochenende nicht mit uns campen konnte, sondern nur samstags zum Konzert kommen konnte und ich meinen Urlaub perfekt gelegt habe, bietet es sich an und ich gebe seiner und der Idee meiner Freundin nach und wir planen es als Campingwochenende mit erneut gemeinsamem Konzertbesuch. Eine spannende Planung liegt vor uns, denn er kennt diese Art des „Luxus Camping“ auf Festivals so nicht und lässt sich drauf ein und kann es dann wohl doch ziemlich geniessen.

2. WE BO - Böhse fürs Leben
2. WE BO – BÖHSE FÜRS LEBEN 2. WE BO – Böhse fürs Leben

Donnerstag:
Leider sitzen die Erfahrungen vom letzten Wochenende noch ziemlich tief und ich kämpfe mit mir, da ich ein wenig Angst vor einem erneutem Chaos wie in der Vorwoche habe und massig Bedenken mit mir rum schleppe.
Benny ist da und nimmt mir ein wenig meine Bedenken, da er sich selbst zum persönlichen Beschützer ernennt und verspricht das mir keinesfalls etwas passieren wird und wir ein tolles Wochenende haben werden.
Wir beschliessen als Kompromiss, die Anreise von Donnerstag auf Freitag zu verlegen, was auch wettertechnisch die bessere Entscheidung ist.
So wird am Donnerstag die Lebensmittelkiste wieder aufgefüllt; ich besorge alles was haltbar ist, Benny besorgt freitags noch frische Weißwürste und Brezeln, welche angeblich die Besten im Umkreis seiner Heimat sind, sowie alles was frisch ist und was er für sein Menü, welches er mir am Freitag vor dem Konzert servieren möchte, braucht.
Gut vorbereitet und mittlerweile erfahren, wird das Auto erneut gepackt. Meine Zweifel sind nach wie vor vorhanden, aber zusammen wird das sicher lustig, nach einem abschliessenden Telefonat zur Klärung der letzten Details lege ich mich schlafen.

Luxus Camping für Einsteiger

Freitag:
Nach erholsamem Schlaf wache ich bei schönstem Wetter auf und nach einer ausgiebigen Runde Kaffee geht es ans Warten auf Benny, der durch seine Eltern bis zu mir gebracht wird. Die drei trudeln hier ein und wir beschnuppern uns alle ein bisschen und dann geht es schon ans umladen des Gepäcks von Benny und die beiden machen sich auf den Rückweg und wir richten noch unsere Sachen fertig zusammen. Dann geht es los, uns erwartet eine lustige Anreise nach Hockenheim. Wir blödelten, hörten Musik und hatten wirklich richtig viel Spass!

2. WE BO - Böhse fürs Leben
2. WE BO – BÖHSE FÜRS LEBEN 2. WE BO – Böhse fürs Leben

So verging die Zeit im Flug und schon waren wir da. Der Campingplatz war erneut sehr leer und ich konnte den gleichen „Wohnort“ wie in der Vorwoche beziehen. Wir bauten zuerst das Vorzelt vom MiniWomo auf, brachten die Küche in Betrieb und die Sitzgelegenheiten waren auch schnell aufgebaut. So machte sich mein Begleiter daran, die mitgebrachten Weißwürste aufzuwärmen, deckte den Tisch und ich sollte mich zurücklehnen, auch eine Lage an die ich mich gewöhnen könnte!

2. WE BO - Böhse fürs Leben
2. WE BO – BÖHSE FÜRS LEBEN 2. WE BO – Böhse fürs Leben

Nachdem wir ausgiebig gefuttert hatten, brauchte ich erstmal Kaffee und Benny gönnte sich ein Bier! Dann ging es aber daran, sein Domizil aufzuschlagen. Ein Bild für Götter! Benny ist ungefähr 2 Meter groß und sein Iglu wirkte so unendlich winzig gegen ihn, schnell das Zelt aufgebaut und die Aussenhaut drüber, vernünftig abgespannt, Luma rein und fertig war auch die Schlafgelegenheit meiner Begleitung.

2. WE BO - Böhse fürs Leben
2. WE BO – BÖHSE FÜRS LEBEN 2. WE BO – Böhse fürs Leben

Dieses kleine Iglu diente ja wirklich nur als Schlafgelegenheit, denn das Leben fand ja im großen Vorzelt statt. Nachdem wir alles aufgebaut hatten, machten wir es uns draussen gemütlich und guckten uns erstmal unsere Nachbarn an.
Sehr viel war ja noch nicht los, aber zu unserer linken war eine größere Gruppe aufgeschlagen, auf der anderen Seite hatten wir Nachbarn aus dem hohen Norden. Mein erstes Urteil: Alles viel leerer als in der Vorwoche, viel entspannter und wesentlich weniger aggressiv. Wir waren schon wieder ein wenig hungrig und so verkrümeln wir uns wieder zu uns rüber und gingen futtern. Nach ausgiebigen Mahl und genügend Zeit zum relaxen wird es langsam Zeit für Benny sich auf den Weg zum Ring zu machen, denn er hat ja für heute eine Tribünenkarte. Er versucht mich weiterhin zu überzeugen ihn doch zu begleiten aber ich habe mich entschieden, das Ganze heute vom Campingplatz aus zu geniessen und mir einen gemütlichen Abend zu machen.

2. WE BO - Böhse fürs Leben
2. WE BO – BÖHSE FÜRS LEBEN 2. WE BO – Böhse fürs Leben

Nach einem sehr entspannten Abend kommt gegen Mitternacht Benny wieder zurück. Er berichtet mir ausgiebig vom Konzertabend und das es trotz geringer Besucherzahlen, eine tolle Stimmung gab. Wir machen es uns bequem und da heute keine Massen vom Ring auf den Platz zurück kehren, nutzt er die Gelegenheit und geht duschen. Derweil setze ich mich nach draussen und komme mit den Nachbarn auf der anderen Seite ins Gespräch, welche zuvor schon in ihren Betten verschwunden und plötzlich doch wieder da waren, es ergibt sich ein lustiges miteinander bis 2 Uhr morgens und wir geniessen das Programm, das uns die Bewohner liefern.
Anschließend klettert der große Mann ins kleine Zeit und die kleine Frau ins große Womo, wir schlafen beide relativ fix ein, ich jedenfalls bis 2 ganz fixe meine Motorhaube als Spielwiese auserkoren haben, ich werde kurz ein wenig fies und dann ist aber auch Ruhe und ich verbringe eine sehr ruhige Nacht.

Samstag:
Nach genügend Schlaf werde ich wach, sammle meine Sinne und stehe auf. Erstmal Kaffee, das wichtigste für meinen Körper und dann mache ich mich daran unser Frühstück vorzubereiten. Kurz darauf krabbelt er auch aus seinem Zelt und wir frühstücken ausgiebig. Schon war es auch Zeit uns zu richten, denn Dani und Chris kommen uns abholen, wir gönnen uns noch ein gemeinsames Käffchen, nutzen die Privattoilette (Gold wert in solchen Tagen) und los gehts.

Aller guten Dinge sind 3 

Auf an den Ring zur letzten Runde. Wir treffen uns mit weiteren Bekannten vorm Eingang, gemütlich geht es durch die Vorkontrolle und wir machen es uns vor dem Einlass gemütlich. Hier werden wir ja noch eine ganze Weile warten. Nach und nach vergrößert sich unsere Runde immer weiter und wir haben wirklich eine wundervolle Zeit und mächtig Spass!
Dann wird es Zeit für den Einlass und wir schaffen es sehr gut gemeinsam durch, auf gehts; das Ziel ist Welle 1, wir traben zügig, den mittlerweile bekannten Weg, um den Ring und schaffen es alle uns den begehrten Bändel für die erste Welle zu sichern. Als sich alle wieder gefunden haben und keiner verloren ging, verlassen wir die Welle und suchen uns erstmal einen Platz im Kiesbett.

2. WE BO - Böhse fürs Leben
2. WE BO – BÖHSE FÜRS LEBEN 2. WE BO – Böhse fürs Leben

Kaum sitzen wir alle sehen wir schon die fiesen dunklen Wolken über unseren Köpfen. Es kommt wie es kommen muss und ein Regenschauer erwischt uns. Aber wir lassen uns die Laune nicht vermiesen und singen uns den Regen einfach schön! Eine herrliche Erfahrung. Es regnet auch nicht sehr lange und wird auch wieder hell am Himmel.

Neue Erfahrungen, Bilder und Emotionen

So besorgen wir uns neue Getränke und der Hunger meldet sich auch. Wir entern eine Bude und die Gruppe schafft sich eine Grundlage. Nach dem guten Essen bedarf es etwas zu Verdauung. Also gibt es erstmal was zu trinken und die Schlagzahl erhöht sich mächtig. Wir Mädels halten uns etwas zurück und gemeinsam mit unseren stimmkräftigen Jungs unterhalten wir mit unseren Gesängen die Umstehenden. Nachdem das Kiesbett von der Sonne wieder getrocknet ist, gehen wir zurück zu unserem ursprünglichen Platz und schlagen dort unsere Basis auf. Der eine wuselt hier hin, einige gehen nochmal zum Merch, aber auf unserem kleinen Fleckchen bleiben immer einige zurück. So sammeln sich nach einer Zeit wieder alle dort und die Runde vergrößert sich erneut. Meine persönliche Überraschung ist es einen weiteren Bekannten und seine Freundin zu treffen, denn wir kannten uns bisher nicht persönlich, aber er erkannte mich sofort ohne Worte, natürlich gab es die Möglichkeit ein paar Sätze zu wechseln, aber die Freude über das Treffen war grandios und meine Überraschung gelungen.
Wir beschliessen die Vorband von unserem Platz ausserhalb der Welle zu verfolgen, denn in Sichtweite hatten wir eine der Videowalls. Während der Umbauphase packen wir langsam unsere Sachen und machen uns auf den Weg in die Welle. Es ist sehr bequem und auch nicht überfüllt. Wir haben genügend Platz und es beginnt ein toller Konzertabend. Kevin erzählt das er heute nachmittag am Ring geheiratet hat. Wir alle freuen uns sehr für Kevin.
Es ist bereits grob durchgedrungen, das am heutigen Abend eine erweiterte Setlist gespielt werden wird und ALLE Songs gespielt werden. Es wird gelacht, gefeiert und auch die Tränen laufen immer mal wieder. Dennoch steigt die Feierlaune von Song zu Song. Mein Lieblingssong ist natürlich in der erweiterten Setlist auch enthalten und ich bin völlig glücklich. Meine Freundin nimmt nur meine Hand und drückt sie, das reicht…
So vergehen die Stunden wir im Flug und mit der Dunkelheit wird uns langsam klar, das es nun gleich vorbei ist. Wir feiern nochmal und geben alles. Das ist dieser Abend einfach wert. Wir haben die Konzerte und die Songs ja mittlerweile oft genug gehört, aber das Erlebnis mit den Menschen die mich an diesem Tag begleiten ist einfach unglaublich und es wird eine Erinnerung für die Ewigkeit bleiben.

2. WE BO - Böhse fürs Leben
2. WE BO – BÖHSE FÜRS LEBEN 2. WE BO – Böhse fürs Leben

Recht schnell werden wir nach Konzertende aus der Welle rausgefegt und suchen uns einen neuen Platz im Kiesbett. Die Jungs haben Hunger, die Mädels Durst und so umgehen wir den Stau am Ausgang. Allerdings naht der Abschied langsam doch, denn ein Teil muss zum Zug, die anderen zum Auto und wir zurück auf den Campingplatz.
Gemeinsam mit unseren Freunden gehen wir noch zu uns und nehmen noch einen gemütlichen Schlummertrunk, unsere Nachbarn kommen auch noch dazu und irgendwann wird es aber doch Zeit und der Abschied von meiner Freundin, ihrem Mann und deren Kumpel ist unausweichlich. Aber wir haben schon wieder Pläne und unser nächstes Treffen ist nicht allzu weit!
Als wir alleine sind, verzupfen uns langsam ins Vorzelt, denn es wird kalt und der Alkoholpegel bei den Bewohnern des Platzes steigt auf ein mittlerweile unangenehmes Niveau und so gehen wir nach drinnen, werfen die Heizung an und gehen nur zum rauchen auf die Veranda. Wir sitzen bei Bier, warmem Essen und ausgedehnten Gesprächen bis es fast hell wird. Dann schleichen wir in die Betten und ich schlafe schnell ein, erneut erwartet uns eine ausgesprochen ruhige Nacht.

Sonntag:
Gegen späten Vormittag wache ich auf und brauche erstmal Kaffee… Meine Reisebegleitung schläft wohl noch und ich werde erstmal gemütlich wach, kümmere mich dann ums Frühstück und packe bereits ein paar Sachen ein. Irgendwann krabbelt dann der große Mensch aus dem kleinen Zelt.
Es wird Zeit für ein großes Frühstück oder besser einen Brunch, denn die Uhrzeit sagt, wir können das Frühstücksbüffet darauf ausdehnen.
Da sich der Platz nur langsam leert und niemand Stress macht, haben wir keine Eile und lassen es gemütlich angehen. Langsam packen wir unseren mobilen Hausstand zusammen und es naht die Zeit der Heimreise. Wir fahren sehr gemütlich Richtung Heimat und damit sein Abholservice nicht die komplette Strecke fahren muss, treffen wir uns am Rasthof, gehen gemeinsam Mittagessen, machen es uns dort noch eine Zeit lang plaudernd gemütlich, ehe wir das Gepäck umladen und der letzte Abschied für diesen Tag ansteht. Dann geht es für jeden von uns auf die restliche, einstündige Heimreise.
Zu Hause angekommen, melde ich Ankunft, erfahre das meine Begleitung fast zeitgleich Hause eintraf, nun lade ich nur noch das Gröbste aus, lege mich in die Badewanne und falle danach für über 12 Stunden in Tiefschlaf.

Resümee und weitere Abschiede

Es enden zwei tolle Wochenenden, welche zwar teilweise unangenehm und etwas beängstigend waren, aber in Summe doch sehr schön.
Neue Erfahrungen, Bilder und Emotionen. Mein erstes BO Konzert in der 1. Welle, eine tolle Truppe aus ganz verschiedenen Menschen, welche sich großteils nur aus dem Forum kennen und doch eine wunderbare Zeit haben können, da alle aus dem gleichen Grund hier sind.
Ein bissl pathetisch und überspitzt: „Mit dieser Band hast du nicht viele Freunde, doch die, die du hast, teilen deine Träume, die du hast, teilen alles mit dir“
Aber so in etwa lässt sich das Gefühl beschreiben, das sich ausbreitet, wenn man mit all diesen Menschen das erleben darf.

Unsere letzte Reise! 

Das war auch die letzte Konzertreise mit meinem Mini-Womo, nach 10 Jahren müssen wir uns leider trennen, denn der Wagen lebt mehr in der Werkstatt als auf der Strasse, die Vernunft siegt und ich werde im kommenden Jahr Hotels dem Campingplatz vorziehen und ab 2017 werden meine Konzerte mit einem kleinen WoWa in Angriff genommen, so zumindest der Plan.

2. WE BO - Böhse fürs Leben
2. WE BO – BÖHSE FÜRS LEBEN 2. WE BO – Böhse fürs Leben