Bemerkenswert

MARK FORSTER – 21. JULI 2016 – HOHENTWIEL FESTIVAL SINGEN

Auf innigen Wunsch meines kleinen Neffen kam es dazu, mit Ihm und seiner Mutter das Konzert von Mark Foster auf dem Hohentwiel zu besuchen. Als die „coole Tante“ kann man ja nicht absagen und so machte ich etwas früher Feierabend, fuhr nach Hause, zog mich um, richtete den Zwerg und auf ging es Richtung Singen.

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Bei strahlendem Sonnenschein machten wir uns auf den Weg auf den Singener Hausberg, der Zwerg, sichtlich aufgeregt und voller Vorfreude, war kaum noch zu halten. Nach Zug, Shuttlebus und einem ordentlichen Fussmarsch auf den Berg erreichten wir unser Ziel und das Kind betrat zum ersten Mal in seinem Leben ein Konzertgelände. Schön zu sehen, wie er mit großen Augen die Bühne beguckte, das Ganze drumrum beobachtete und damit er erstmal ankommen kann, gehen wir uns was zu trinken holen und setzen uns. Ein Foto für Oma und dann suchen wir uns einen Platz. Das Kind wollte ganz nach vorne, es war noch nicht wirklich voll und wir setzten uns auf den Boden was uns einen Platz in Reihe 3 einbrachte. Wir genossen die Sonne und ein zappeliges Kind konnte es kaum erwarten, dass es endlich los geht. Auf uns wartete allerdings noch eine gute Stunde Wartezeit. Während wir uns die Zeit mit rumblödeln vertreiben, füllt sich der Platz und auch Mama taucht endlich auf. Langsam geht es los und ich warte gespannt, was uns bei der Vorband erwartet. Mark Forster wird heute von „Jeden Tag Silvester“ supported. Die Jungs kommen auf die Bühne und legen los. Mir sagte die Band zuerst nichts, aber der zweite Song kam mir doch irgendwie bekannt vor. Jedenfalls macht sie riesig Laune und wir drei haben mächtig Spass mit den Jungs aus dem hohen Norden. Das Kind findet die Band gut und möchte gerne eine CD haben. Das ist ja schonmal ein guter Anfang. Das er die CD noch bekommt ahnen wir in diesem Moment noch nicht.

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Ein kurzer Umbau und dann geht es mit dem Hauptact los. So genau weiß ich ja weiterhin nicht was ich hier soll und wie ich die folgenden Stunden erleben werde. Aber der Zwerg hat Spass (was das wichtigste ist) und als ich mich umsehe, sehe ich ein paar Menschen denen es ähnlich geht. Aber trotz allem hab ich bis jetzt Spaß. Ein Konzert, bei dem ich maximal 3 Texte zumindest im Refrain kenne ist auch mal eine ganz neue Erfahrung. Egal, Spaß haben ist das Motto des Abends! Mark Forster betritt die Bühne und mir fällt spontan ein, warum ich im Normalfall älteren Herren beim Rocken zu elektrischen Gitarren huldige! Diese kreischenden Teenies sind wirklich anstrengend, aber es legt sich dann auch relativ schnell. Ich lasse mich einfach unterhalten und mache natürlich mit, wenn die Zuschauer animiert werden. Irgendwie ist es ganz lustig. Ich kenne zwar kaum Texte, aber die Show ist gut gemacht und ich lasse mich einfach treiben. Die Show, die die Band und Mark Forster abliefern, ist wirklich gut. Im Lauf des Abends gewöhne ich mich ein wenig an das gebotene und irgendwann mach ich einfach mit, es wird ein wenig „rockiger“ und aus Reflex geht die Pommesgabel nach oben. Wird dort leicht verwirrt hingenommen! 🙂 Ich musste dann doch erstmal herzlich lachen und wir stellten fest, das wir anderes gewöhnt sind.

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Gegen 22.00 Uhr ist das Konzert vorbei und wir müssen erstmal etwas Essen und dringend was trinken. Schnell am Stand mit allem versorgt und einen gemütlichen Platz unter einem Baum geentert. Nachdem wir frisch gestärkt sind und der Großteil der Menschen bereits auf dem Weg nach unten ist, machen wir uns auch auf den Weg zum Shuttlebus. Wir laufen den Berg herunter und der Zwerg erzählt uns wie toll er es fand und das ihm die Vorband wirklich gut gefallen hat und er unbedingt die CD braucht. Wir versprechen ihm die CD für ihn zu bestellen, da wir nicht bis zum Merchstand der Vorband kamen. Aber es sollte noch optimal laufen, denn die Vorband hatte sich strategisch günstig gute 200m über dem Shuttle-Zustieg an einer Kreuzung postiert und gab Autoramme. Mama und Sohn gingen hin, kauften dem Kind die gewünschte CD und er bekam so ein erstes signiertes Exemplar. Er ist so stolz und glücklich, ich könnte im Kreis grinsen.

Langsam wurde es allerdings Zeit und wir mussten los, denn am nächsten Tag war leider noch einmal Schule. Wir machten uns auf den Heimweg und zu Hause angekommen fiel ein glückliches Kind ins Bett.

Ein interessanter und lustiger Abend ging zu Ende und ich hab eine spannende Erfahrung in völlig fremden Gefilden machen dürfen.

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Bemerkenswert

WIRTZ – 15. JULI 2016 – HONBERGSOMMER TUTTLINGEN

An einem trüben Freitag im März kam, pünktlich zum Feierabend, via Facebook (https://www.facebook.com/wirtzmusik/posts/10154469548693797) die Bekanntgabe das die Wirtz Truppe meine Heimat entern wird bzw. zumindest ganz in der Nähe aufschlägt.

So konnte der Plan am Donnerstag, 14.07.2016 auf die Reise nach München zu gehen wieder verworfen werden, denn vor der Haustüre ist natürlich viel geschickter als einen Urlaubstag und eine Übernachtung in München zu planen; zum anderen weiß ich wie toll der Honbergsommer ist und was die Location hergibt. Nicht das uns der Ausflug zu Wirtz nach München zu weit wäre oder man ihn noch zusätzlich mitnehmen könnte, aber wir haben noch viele Termine in diesem Jahr und Urlaubstage sind leider auch nur begrenzt verfügbar. Wir überlegen aber trotzdem zweimal, ob wir beide Konzerte mitnehmen sollen. Wir entscheiden uns schweren Herzens dagegen. Das Zelt auf dem Honberg sollte also das Ziel sein. Die Location ist ein absolutes Highlight und die Größe ist genau der Rahmen, in dem ich mir ein Wirtz Konzert geben möchte. Klein, eng, warm, kuschelig und gefühlt familiär.

WIRTZ - 15. Juli 2016 - Honbergsomer
WIRTZ – 15. JULI 2016 – HONBERGSOMER

Der Kauf war in weniger als 2 Minuten erledigt und 3 Karten waren meine! Die Größe der Location und die ausverkauften, großen Konzerte im letzten Herbst mahnten hier etwas zu Eile.
Nicht nur das Erlebnis, nach unendlichen 9 Monaten wieder ein Wirtz Konzert erleben zu dürfen, sondern auch ein Wochenende mit meiner besten Freundin, sind wundervolle Gründe diesen trüben Freitag in grandioser Freude zu erleben.

Freitag Abend

Jetzt heisst es noch unendliche 4 Monate warten und die Vorfreude geniessen.
Es ist dieses Jahr zum Glück so, dass die Monate bis Juli erstmal noch mit einigen Konzertbesuchen gespickt sind, aber das was mich direkt vor der Haustür erwartet, darf ganz ohne Übertreibung als Highlight betrachtet werden. Wie sehr das doch alles noch zutreffen wird, wird mir erst jetzt beim verfassen dieser Zeilen langsam wirklich klar.

Täglich wurden wir beide zappeliger und freuten uns mit jeder Stunde mehr auf den endlich bevorstehenden Abend.
Gegen Mittag trafen wir uns bei mir zu Hause, hatten noch ein bissl Spass, bereiteten uns langsam vor und warteten nur noch auf den Moment, in dem wir endlich los durften, denn die Vorfreude war mittlerweile an dem Punkt an dem sie kaum noch auszuhalten war und es einfach nur noch Zeit wurde, dass es endlich los geht.
Wir hatten das große Glück, das wir bis fast zur Location gefahren und auch wieder abgeholt wurden, so konnten wir beide ganz entspannt den Abend geniessen und ein paar Bierchen trinken.

Warten, warten, warten

Absolut im Zeitplan erreichten wir den Honberg und stellen uns an den Einlass am Ende des Biergartens. Unser Ziel war Reihe 1, rechts von der Bühne. Erfahren genug sind wir ja mittlerweile und so ging der Plan wieder einmal auf und wir hatten genau den Platz den wir angepeilt hatten. Läuft sozusagen! Nun kommt das lange Warten auf den Showbeginn. Aber da wir noch eine weitere Freundin erwarten verkürzt uns das die Wartezeit. Ein bissl umgucken wer sich hier noch so rumtreibt und lockeres Plaudern, dann schneit unsere weitere Begleitung auch schon herein. Zwei von uns sind Wiederholungstäter und die dritte ist die, die wir mitbringen. Eine Runde Bier für alle und dann geht es auch schon mit der Vorband los.
Lemo macht einen klasse Job, er reisst uns allerdings nicht so aus dem Sattel wie die Vorband bei der letzten Tour, aber zum warmmachen ist es prima und solch einen Hauptgewinn kannst ja auch nicht jedesmal als Vorband kriegen. War schön, hat Spass gemacht, aber wir sind ja nicht für die Vorband da, sondern die Wirtz Crew, welche schon hinter der Bühne steht. Kleine Umbaupause und dann geht es auch schon los!

Verdammt sind 9 Monate eine lange Zeit, umso schöner ist es, die ersten Live-Töne um die Ohren gehauen zu bekommen. Drei Ladies strahlen sich während dem ersten Song erstmal an, dann sind wir auch schon mitten drin! Es wird gesungen, gerockt, zwischendurch werden auch mal ein, zwei Tränchen verdrückt, in der Hauptsache wird jedoch richtig abgefeiert und gefühlt hat das Zelt richtig geil mitgemacht, leider kannst du das in der ersten Reihe immer relativ schlecht einschätzen, wie die Stimmung im Rest der Location ist, vorne war sie zumindest super!

WIRTZ - 15. Juli 2016 - Honbergsomer
WIRTZ – 15. JULI 2016 – HONBERGSOMER

Die Setlist war richtig geil gewählt, eine tolle Mischung aus dem neuen Album, den „Klassikern“ und auch Songs, die in der letzten Tour nicht drin waren.
Freitag Abend wird natürlich extrem abgefeiert, bietet sich aber heute auch richtig an. Zu meiner großen Freude hat es „Kamikaze“ in die Setlist geschafft, genau wie „Weil ich so bin“. Besonders abgefeiert wurden von mir natürlich die Songs, welche sich über persönliche Erfahrungen und Erlebnisse, egal ob positiv oder negativ, einen ganz eigenen Platz in meinem Leben geschnappt haben. Ein paar Tränen, die sich hierbei den Weg nach draussen erkämpfen sind nicht schlimm, denn es ist Emotion und die ist gut.

WIRTZ - 15. Juli 2016 - Honbergsomer
WIRTZ – 15. JULI 2016 – HONBERGSOMER

„Wo ist steh“, dieser Song ist einfach nur geil um ihn in die Welt zu brüllen, für alle Arschlöcher, welche nicht drauf klarkommen, dass es Menschen gibt, die ihre Fresse nicht halten können oder wollen. Dabei waren natürlich auch LMAA, Ne Weile her, Richtig weh, Frei, Keine Angst, Mon Amour, Aus versehen, Meinen Namen, um nur einen Teil der Setlist, in willkürlicher Reihenfolge, zu nennen. Die Songs waren in ihrer Reihenfolge super gewählt, ein gut gemachter Mix aus hochpushen, baladesk runterholen und wieder wegkicken.
Daniels Ansagen waren wie immer knackig schnell, auf den Punkt und doch gefühlt irgendwie ausführlicher wie im letzten Jahr. Mir persönlich gefällt das und ich geniesse diese kleinen, informativen Verschnaufpausen.

WIRTZ - 15. Juli 2016 - Honbergsomer
WIRTZ – 15. JULI 2016 – HONBERGSOMER

Nada Brahma packt mich wie jedesmal und katapultiert mich in meinen eigenen Film, der während singen und die letzten Minuten der Show geniessen, in meinem Kopf abläuft und sich mit den Eindrücken des heutigen Abends vermischt. Der „Tango“ darf natürlich weiterhin nicht fehlen und verursacht wie jedesmal gigantische Gänsehaut von den Haarspitzen bis in die kleinen Zehen.
Es war ein toller, emotionaler und richtig cooler Konzertabend! Ich bin ein riesiger Fan dieser kleinen Locations, in denen man sich wirklich wie unter Freunden fühlt und das Ganze klein und kuschelig ist.

WIRTZ - 15. Juli 2016 - Honbergsomer
WIRTZ – 15. JULI 2016 – HONBERGSOMER

Aftershow

Viel zu schnell sind die zwei Stunden wieder vorbei, begeistert, glücklich und durstig auf ein frisches Bier machen wir uns auf den Weg aus dem Zelt in den Biergarten. Vor dem Zelt muss ich dann doch grinsen, turnt da ein echt gutes Daniel Double herum, im Dunkeln auf einen flüchtigen Blick könnte man sie fast verwechseln. Wir brauchen dringend ein kühles Bier, der Abend ist ja an dieser Stelle noch nicht zu Ende, denn wir haben Glück und können einfach vor Ort den Abend ausklingen lassen. Wir suchen uns einen bequemen Platz, trinken und führen einige schöne Gespräche mit Leuten, die wir auf dem Weg zur Location bereits getroffen haben, treffen neue, interessante Menschen und beobachten einfach was um uns herum passiert. Es gibt natürlich auch hier die klassischen Eventfans und Leute die bisher keine Berührung zu dieser Band hatten. Immer wieder schön zu sehen wie unterschiedlich die Leute drauf reagieren, aber auch wie begeistert manch einer nach seinem ersten Wirtz Konzert sein kann.

Ein schöner Abschluss für einen wunderbar wirtzigen Abend.

Bemerkenswert

35 JAHRE BÖHSE ONKELZ SYMPHONIEN & SONATEN – 06. MAI 2016 – PHILHARMONIE ESSEN

35 Jahre BO - Symphonien & Sonaten
35 JAHRE BO – SYMPHONIEN & SONATEN

Plötzlich war es raus!
Es wird stattfinden, eine ganz besondere Veranstaltung für ein ganz besonderes Jubiläum.
Am Freitag den 06. Mai 2016 wird der Geburtstag gebührend nachgefeiert werden.

Nachdem im letzen Jahr die CD mit den klassischen Arrangements der Onkelz Songs bereits veröffentlicht wurde und hierfür die neu arrangierten Stücke durch das Bratislava Symphonie Orchester eingespielt wurden, wird es in diesem Frühling ein klassisches Konzert mit Onkelz Songs geben, gespielt vom Bratislava Symphonie Orchester.

Was eine Freude! Ich liebe dieses Album. Zwei Dinge die ich sehr liebe in absoluter Symbiose zusammengeführt, klassische Musik und die Songs der Onkelz und das in einem Konzerthaus! Wer hätte sowas je für möglich gehalten?

Anfang April soll es also den Vorverkauf hierzu geben. Irgendwie ist es aber sehr kurzfristig und durch einen unglücklichen Umstand konnte ich nicht zu Hause am Rechner sitzen. So ging ich leider mal wieder leer aus, was Tickets angeht und da ich ja scheinbar mehr der Typ für zweite Versuche bin, verlasse ich mich darauf. Leider kommt es jedoch schlimmer, einen Abend in den letzten Wochen muss ich arbeiten, die schnelle Infoquelle namens BO Forum funktioniert nicht und so verpasse ich die Ankündigung und den Verkauf der Restkarten. Uff, jetzt wird es blöd.
Mittlerweile haben wir einen Plan B und der sieht uns in Galaoutfit vor dem Livestream sitzend, vor. Nicht die erste Wahl, aber den Livestream finde ich großartig, für alle die nicht in feinem Zwirn in ein Konzerthaus möchten. Ziemlich nett und kommerziell geht auch anders!

Familia und Eintrittskarten

Ich erwähnte im Forum, dass ich traurig bin, keine Karten bekommen zu haben und falls sich was ergibt, ich weiterhin Interesse an einer Karte haben würde. So ergab eins das andere, jemand mit Karte entdeckte eine Karte die er gerne hätte und wenn er sie bekommen könnte würde er mir die bereits vorhandene überlassen! Ich war sprachlos, was ein Angebot in dieser Situation. Der Sonntag war vormittags schon reichlich nervenaufreibend und die Familia versammelte sich online zum Daumen drücken, das die Wunschkarte erworben werden kann. Kurzum, es hat geklappt und sobald die Karte hier vor mir liegt, kann ich also doch an diesem wirklich einmaligen Event teilnehmen. Dieser Mensch wird in diesem Monat schon zum wiederholten Mal dafür sorgen, das wir nicht den Erkältungstod sterben und dadurch die W Tour verpassen, organisiert unfassbare Dinge für andere zauberhafte Menschen und ist einfach ein unglaublicher Mensch! Ich danke dir dafür!

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Meine Schwester hat sich auch noch 2 Tickets gesichert und so muss ich nicht alleine anreisen, jetzt werden die Anreisepläne nochmals überarbeitet und doch das Auto genommen. Jeden Tag geschehen gerade unglaubliche Dinge! Auch Knuffi und ihr Bändiger werden teilnehmen, denn sie haben sich auch für Tickets und Hotel entschieden! Dieses Erlebnis wird immer gigantischer! Ich könnte platzen vor Freude!

Mit der Familia auf Reisen III

Am Freitag soll es um 8.00 Uhr losgehen. Pünktlich aus dem Bett geklettert, schnell hergerichtet, genug Kaffee intus, so könnt’s losgehen! Dann rappelt mein Handy und mich ereilt die Nachricht: „Ich finde meine Karten nicht“, was ich für einen Scherz halte, entwickelt sich ein den nächsten Minuten zu einem echten Problem. Die Karten sind nicht beim Freund des Mini-Engels, nicht in ihrem Büro und auch nicht in ihrer Wohnung. Ich packe ihr Gepäck wieder aus und sie telefoniert, als alle Orte ausgeschlossen sind, ist die Verzweiflung kurz vor Sturmfluten aus Tränen; geh ich in ihre Wohnung drehe mich zweimal im Kreis und greife in eine Schachtel… was habe ich in der Hand? Den Umschlag mit den Karten.
Halleluja, mit einer Stunde Verspätung geht es endlich los! Dazu die Erkenntnis: Ich habe meinen eigenen Sheldon Cooper, der halbnackt in Arizona landet, ohne meine Hilfe und die nächste Frage aufwirft: Bin ich jetzt etwa Lennard Hofstaedter…
Ab ins Auto und die Frage wird auf der Fahrt erläutert. Uns bleiben ja knapp 6 Stunden und 523 km Anreise! Es wird gelacht, gefrotzelt, gesungen, gegessen und getrunken und von unserer Verspätung bei der Abfahrt haben wir in Frankfurt, wo wir Jackie für den Rest der Reise zusteigen lassen, bereits 30 Minuten aufgeholt. So geht es weiter, 150 km vorm Ziel brauch ich eindeutig Kaffee, also legen wir einen kurzen Stop ein, gönnen uns eine Zigarette, schnappen mir einen Kaffe und weiter geht es! Ein kurzes Gespräch mit einem Bus voll Fussballtouristen, welche uns fragen ob wir zu den Onkelz fahren, da sie im Auto liefen und wir wohl ein bissl nach Onkelz Fanz aussahen. Wir müssen uns beeilen, denn der ursprünglich angepeilte Zeitpunkt der Ankunft um 14.00 Uhr, zum Empfang am Bahnhof, war schon kurz vor Frankfurt dahin. Aber im Hotel noch ein bisschen reden und die anderen Familias begrüßen muss sein.

Als wir Bochum im Schleichtempo gegen 14.55 Uhr passieren, kommt bereits die erste vorsichtige Nachfrage bis wann wir denn eintreffen, eine gute viertel Stunde trennt uns noch vom Ziel und wir schaffen es um 15.20 Uhr am Hotel einzutreffen. Eine kleine Abordnung steht bereits vorm Hotel und so werden erstmal alle bereits bekannten geknuddelt und strahlend begrüßt. Nur dat Henkka wollte so gar nix sagen und blieb erstmal unerkannt stehen! Aber das änderte sich dann doch relativ schnell! So schön sie alle wieder vereint zu haben, ich will gar nicht weg und mich richten.
Plötzlich hält ein Bus vorm Hotel und ich muss grinsen. Es ist der Bus von der Raststätte. Die Dame welche mich dort ansprach tippte mir auf die Schulter: „Ihr seid doch die Mädels vom Ratsplatz“ – so blieb endlich ein Moment ihr zu erklären was wir heute vorhaben.
Als Knuffi endlich eintraf konnten wir uns langsam dran machen die Pläne fürs richten der 3 Mädels auszutüfteln, aber erstmal ankommen für die beiden. Nach und nach kommen einige die bereits fertig sind nach unten und jedesmal ist es ein WOW Moment. Wir parken die Wartenden in der Lobby und beziehen unsere Zimmer!
Jetzt aber zackig duschen, Haare machen und umziehen. Ich weiß ich brauche dafür nur gut 20 Minuten plus schminken. ein wildes Gewusel zwischen den 3 Zimmern, welche zum Glück direkt nebeneinander liegen beginnt! Ich renne hier hin, wusle dort, aber ausser duschen und 90 % meiner Frisur ist nix fertig. Dafür hat das Mini Engelchen die Haare schön und Dani muss sich nur noch anziehen. Ich brauch dringend eine Zigarette. So tappeln wir vors Hotel, wo schon fast alle fertig stehen und langsam los wollen, allerdings ist es erst 17.45 Uhr. Wir rauchen und dann zischen wir wieder nach oben und machen uns fertig. Kurz nach 18.00 Uhr sind wir dann endlich soweit und kommen auch in der Lobby an. Noreia ist so lieb und macht das Taxi für die Familia, der erste Schwung ist schon im Sheraton, wo wir uns alle treffen wollen um Jo und Nine abzuholen.
Ein kurzes Sammeln der Gedanken, ein Plausch und gegenseitige Bewunderung, wie toll doch alle plötzlich aussehen, dann wird es auch schon bald Zeit für das Gruppenfoto und den Weg rüber zur Philharmonie. Auf dem Weg zum Rauchen stand Stephan schon ganz entspannt im Foyer und schaute sich einfach das Treiben an. Mit einem Grinsen im Gesicht ging ich nach draussen eine rauchen. Später erfuhr ich, dass die Mädels nochmals Fotos gemacht haben. So versammelten wir uns alle vor der Hotellobby und machten unser Gruppenbild! Es war der Hammer uns alle danach auf diesem Bild zu sehen. Wir waren schon sehr schick!

Dann ging es langsam rüber zur Philharmonie und dort verabschiedeten wir uns dann langsam, tranken noch etwas und machten uns auf die Suche nach unseren Plätzen. Wir fanden uns mit ein bissl Durchfragen schnell zurecht und begaben uns auf unsere Plätze.
Erstmal umsehen, wo denn der Rest so sitzt, ein Teil sass links unter uns auf dem ersten Balkon, die anderen einen Balkon höher, die Herren im Chor uns gegenüber, mehr konnten wir leider nicht ausmachen. Aber ein Teil war, wie wir wussten, unten im Parkett.
Plötzlich brach ein gewisses Raunen los und irgendwie gingen alle Blicke in die Reihen kurz über uns. Etwas verwirrt dreh ich mich um und seh in das Gesicht von Stephan, gefolgt von Dirk, Gonzo und Pe. Ein vorsichtiges tatschen nach rechts und die Frage ob sie mir jetzt gleich vom Stuhl kippt, aber Entwarnung, alles entspannt und dann kommt Kevin!
So beziehen die 4 mit ihren Familien und Freunden die Plätze kurz über uns und dann geht es auch schon los.

Orchester, der ungewöhnlichste Chor der Welt und die Onkelz mittendrin…

Das Orchester betritt den Saal, der Dirigent tritt ein, der Saal wird still und wir beide sitzen gefesselt auf unseren Plätzen! Es ist wahr, wir sitzen hier und es passiert wirklich! Ein wenig seltsam mutet das Ganze schon an. Viele fühlen sich „verkleidet“ und wissen mit der Situation und allem was hier so passiert nicht immer etwas anzufangen. Wir beide geniessen es in vollen Zügen, einen Klassikabend mit Onkelz Songs, das ist so surreal, aber unendlich wundervoll und ein einzigartiges Erlebnis.

„Dunkler Ort“ eröffnet diese unglaubliche Veranstaltung. Viele werden direkt gepackt, denn in einer Philharmonie klingt das Ganze nochmal völlig anders und zieht uns und die Anwesenden direkt in einen ganz besonderen Bann. Bei „Der Platz neben mir“ darf ich dann direkt kämpfen, ich schaffe es, die Tränen tapfer wegzuzwinkernd, mein Make-up zu retten und merke nur wie von rechts eine Hand die meine ganz festhält. Ich überstehe es und ab jetzt kann ich den Rest geniessen, denn ich weiß etwas emotionaleres muss ich heute nicht mehr überstehen.
Das Publikum ist sehr tapfer und verhält sich dem Anlass und den Wünschen der Gasgeber gemäß. Man spürt allerdings doch, das dies heute eine andere Art Klassikkonzert ist. Standing-Ovation bereits im ersten Teil und Sprechchöre des Publikums zwischen den einzelnen Stücken zeigen, das dies ein ganz besonderer Abend ist und die Frage im Raum steht, wie lange es dauert, bis der Saal nicht mehr zu halten ist. Aber erstmal Pause, der Saal leert sich und auch wir gehen auf den oberen Balkon. Unten erspähen wir einen Großteil unserer Truppe. Hier auf dem Balkon herrscht eine ziemliche Dichte an bekannten Gesichtern und wir werden darauf aufmerksam gemacht, das Mari nur ein paar Schritte von uns entfernt steht und so kann ich sie begrüßen und freue mich riesig sie wieder zu sehen. Wir wechseln ein paar Sätze und wollen uns gemeinsam mit den anderen nach dem Konzert hier treffen.
Noch eine schnelle Zigarette und dann machen wir uns wieder auf den Weg zu unseren Plätzen. Der Saal füllt sich und als Gonzo sich zu seinem Platz schleicht wird er natürlich gleich entdeckt und die Fans nutzen die Gelegenheit und machen Fotos und lassen sich Autogramme geben. Auch Stephan schafft es durch den Eingang und wird direkt belagert. Es ist interessant das zu beobachten und wir fragen uns wie die 4 auf ihre Plätze kommen sollen. Einzig Dirk tat mir mit seinen Krücken sehr leid, denn die Gonzo umlagernden Fans lassen den Armen mit seinen Krücken einfach stehen. Nach ein paar Minuten ist aber alles erledigt und des Konzert kann weiter gehen.

Der zweite Teil geht ebenso begeisternd weiter wie der erste Teil endete. Allerdings war es förmlich zu spüren, wie es im Saal knisterte. Nicht nur aus den Reihen unter und neben uns, sondern auch ganz besonders spürbar von den Plätzen hinter uns. Das verhaltene Gesang wird lauter und die Standing-Ovation lauter. Bei „Wir ham noch lange nicht genug“ lässt sich der lauteste Chor der Welt nicht mehr aufhalten und der Refrain wird mitgesungen.
Zum Ende des Konzertes begeben sich die Gastgeber nach unten und Gonzo richtet ein paar berührende Worte an Orchester und Publikum. Zum letzten Song des Abends sind die 4 wieder auf ihren Plätzen und es liegt eine ganz besondere Magie in der Stimmung in diesem Saal.
Es wird lautstark eine Zugabe vom gesamten Publikum gefordert. Im ganzen Saal sitzt niemand mehr auf seinem Platz. Das Orchester spielt ein weiteres mal „Wir ham noch lange nicht genug“; Gonzo dirigiert erneut gemeinsam mit dem Dirigenten das Publikum und Kevin kann sich sein „Jaaaaa“ nicht mehr verkneifen. Es beginnt, ein wohl auch für das Orchester und die Onkelz, ungewöhnliches Erlebnis, denn sie erleben den lautesten Chor der Welt in einer ganz besonderen Form, denn heute sind auch die vier Teil dieses Chores. Es ist ein wahnsinniger Moment, man weiß nicht wohin man schauen soll, das Orchester, das Handys zückt und filmt, ein Publikum das euphorisiert mitsingt und Gonzo und Kevin die nicht mehr zu halten sind und ihrer Freude freien Lauf lassen.
Es endet ein einzigartiger Konzertabend mit Bildern für die Ewigkeit in den Köpfen aller Anwesenden.

Nach dem Konzert gehen wir auf den Balkon und dort treffen wir gleich auf einen Großteil der im Saal verteilten. Es entwickeln sich interessante Gespräche, wir plaudern hier und da. Gegen Mitternacht spüren wir alle unsere Füße und wollen langsam los die Schuhe wechseln. Noch ein Foto gemeinsam mit Mari und wir machen uns auf den Weg. Auf der anderen Seite ist eine Menschentraube, also wird dort auch noch ein Blick hin geworfen, nachdem sich herausstellt das Stephan dort steht, kann es weiter gehen. Wir schlendern aus der Philharmonie heraus, gehen zum Sheraton um uns von Jo und Nine zu verabschieden und suchen uns nach einem kurzen Plausch ein Großraumtaxi, das uns zum Hotel chauffiert.

Im Hotel angekommen treffen wir auf die anderen, die schon früher los sind und wir Damen machen uns recht schnell auf den Weg in die Zimmer um uns umzuziehen. Kurz darauf finden sich alle in gewohntem Outfit wieder in der Hotellobby.
Uns zieht es noch Richtung Bahnhof um eine Kleinigkeit zu essen, aber wir müssen auch anschliessend zügig zurück ins Hotel, denn Henkka muss pünktlich auf den Bahnhof gebracht werden.
Langsam verkleinert sich die Gruppe, nach und nach gehen alle auf ihre Zimmer. Zu guter letzt sitzen Lily, Firma und ich noch in der Lounge des Hotels und führen Interessante Gespräche. Irgendwann werden aber auch unsere Augen schwer und wir verabschieden uns und gehen schlafen.
Was ein Tag!
Ein traumloser Schlaf beginnt und dank Late check out und verlängertem Frühstück, treffen wir uns einigermassen fit, in der Hotellobby. Einige von uns gehen zum Frühstück und der Rest besorgt sich Frühstück ausserhalb des Hotels.
Gegen Mittag treffen wir uns alle in der Nähe des Bahnhofs, denn Jo und Nine kommen auch und wir verabschieden uns in der grossen Runde am Bahnhof. Dann beginnt der Heimweg in alle Himmelsrichtungen.

Bemerkenswert

DER W – 09. APRIL 2016 – MUSIC HALL INNSBRUCK

Der W - 09.04.16 - Musichall Innsbruck
DER W – 09.04.16 – MUSICHALL INNSBRUCKDer W – 09.04.16 – Musichall Innsbruck

Mit der Familia auf Reisen Teil II

Am Samstag morgen wachte ich kurz vor 9.00 Uhr mit einem Lächeln auf, tapste fröhlich in die Küche (was bei einem Morgenmuffel wie mir schon ne Leistung ist) und gönnte mir erstmal ein paar Kaffee, ging dabei gedanklich meine gepackten sieben Sachen durch und schaute mir im Internet nochmal die Verkehrslage an. Kurz vor zehn ging es dann endlich los.

Ab nach Innsbruck! W-Playlist auf die Autoboxen und so ging es bei herrlichem Sonnenschein entlang des Bodensee Richtung Österreich. Kurz vor Mittag erreichte ich die Grenze, ein kurzer Boxenstop, Zigarettenpause, kurzer check via WA, wo sich denn der Rest so befindet, weiter…
Die geplanten Ankunftszeiten sollten sich recht gut ausgehen, so dass eine ziemlich zeitgleiche Ankunft am Hotel, für die aus allen Richtungen kommende Gruppe, hinhaut.

Das langesehnte Wiederseh’n beginnt

Als ich den Parkplatz des Hotels erreiche sehe ich schon das Auto von Knuffi und ihrem Bändiger, somit ist auch Jackie da; fix meinen Wagen daneben abgestellt, eine große Runde knuddeln und dann erstmal gemütlich quatschen. Just in dem Moment rollt das Hutzemobil mit Nine und Jo auf den Parkplatz. Der noch fehlende Rest holt true und seine Frau vom Bahnhof ab.
Derweil entschied ich mich den Check-in im Hotel gleich zu erledigen und mein Köfferchen in mein Zimmer zu bringen. Kurz drauf kam auch das Knuffi zurück und wir beschlossen die Zeit bis zur Ankunft der Bahnreisenden und ihres Geleitschutzes sinnvoll zu nutzen.
Wir besorgten Zigarettennachschub für Knuffi und Bändiger. Damit das Ganze nicht so trist ist haben wir noch schnell einen Supermarkt geentert; Espresso aus der Dose für den Morgen danach und uns den Rückweg mit einem gekühlten Corona versüßt. Als wir wieder am Hotel ankamen war dann auch der Rest unserer illustren Truppe eingetroffen.
Die freudige Begrüßung der noch eingetroffenen ist genauso emotional wie immer und es wird geknuddelt und vor Freude gehüpft. Teilweise sind die letzten Treffen schon fast 1 Jahr her! Viel zu lange, wie jedem einzelnen auffällt!
Langsam verteilt sich die Truppe auf die Zimmer und entweder wird sich noch ein bissl frisch gemacht und aufgehübscht oder ein kurzes Nickerchen angepeilt.
Kurz darauf die Nachricht: „Wir gehen jetzt was essen“ „Kommen wir nochmal wieder?“ „Ja klar, ich bin ja auch noch nicht gerichtet“ Also zack Schuhe an und runter; auf die Nachfrage über das geplante stellt sich nach einer Weile heraus, das wir gleich zur Location fahren und dort essen. Alles klar, wieder hoch und schnell herrichten, derweil wurde das Taxi bestellt und kurze Zeit später standen alle vor dem Hotel und warteten auf das Taxi. Das erste kam recht fix und transportierte die ersten 6 zur Location. Wir standen da und warteten; nach einer gefühlten Ewigkeit kam dann doch endlich unser Taxi und transportierte den 7-köpfigen Rest zur Location.

Music Hall; Location mit angeschlossener Bar

Erstmal einen Tisch entern und Getränke bestellen; Essen bestellen und ein gemütliches Einstimmen auf das uns Bevorstehende. Nach einer Weile gesellten sich Vagabundos zu uns und wir plauderten, dabei erfuhren ein bisschen mehr über die Band und ihre Art Musik zu leben!
Gegen 18.30 Uhr verabschiedeten sich die drei um sich vorzubereiten. Langsam wurde es knapp mit unserem Essen und wir mussten stornieren um noch pünktlich am Einlass zu sein, denn das Ziel war klar, unsere Gruppe sollte die erste Reihe bevölkern. Jo und Nine kamen am Einlass sehr gut durch und stellten sich ans Gitter, nach und nach trudelte die komplette Truppe durch den Einlass und bevölkerte die erste Reihe. Während wir gemütlich am Gitter sitzend auf den Beginn der Show warteten blieb die Gelegenheit die Location mal genauer zu begucken. Ein wirklich schöner, kleiner Laden. Klein aber fein, trifft es ziemlich gut für meinen Geschmack. So trank man gemeinsam ein gekühltes Getränk und es durfte geplaudert werden über die letzten Tage, die verschiedenen Shows die wir seit Montag gesehen hatten und die daraus erfahrenen Emotionen.

Der W - 09.04.16 - Musichall Innsbruck
DER W – 09.04.16 – MUSICHALL INNSBRUCKDer W – 09.04.16 – Musichall Innsbruck

Das Licht geht aus; Auftritt Vagabundos die Zweite für mich! Die Art und Leidenschaft, mit der sie ihre Gitarren bespielen ist einfach ganz besonders. Ich geniesse die 40 Minuten die Barish und Denis haben um die Halle zu begeistern. Wir feiern die beiden und dieses Mal gibt es keine sympathischen Zwischenfälle wie in Stuttgart und der Auftritt ist richtig gut.
Pause
Das Licht geht aus und für mich auf der Tour zum letzen mal an.
Mich begeistert das Konzert genauso wie am Dienstag zuvor in Stuttgart. Es fühlt sich ein wenig anders an, aber einfach nur ungewohnt. Viele neue Menschen, nette Bekanntschaften und meine neue Aufgabe: Getränke holen auf der Ablage des Gitters. Zwischen jedem Song greife ich nach unten und reiche die entsprechenden Becher nach links und rechts. Nach einer Weile läuft es ohne Worte.
Die Setlist kickt mich genauso wie vor einigen Tagen, pushen, kicken, runterziehen und wieder hoch in absolute Partystimmung. Wahnsinn wie diese Setlist die Leute einfängt und ihnen wirklich alles abverlangt. Die Zeit ist viel zu schnell um und schon werden wir mit dem letzen Song der Zugabe erneut raus gefegt.
Wir schnappen uns alle ein Getränk und müssen erstmal sammeln. Einige plaudern hier, andere gehen zum Merch, ich lande bei Mari am Merch Stand der Vagabundos. Barish ist auch da und wir plaudern, in der größer werdenden Runde, ein wenig mit den beiden. Es werden Eintrittskarten signiert und auch CD’s mit Widmungen versehen.
Plötzlich geht es eilig nach draussen und wir müssen uns losreissen. Als ich nach draussen komme, stürmt mir schon das Knuffi entgegen, wo ich denn so lange bleibe. Ich wußte ja wo sie sind und wollte gemütlich folgen.

Nach der Show ist vor dem Highlight

Ich stelle mich etwas abseits des Gitters, hinter dem die Band sich versammelt und den Fans alle Autogramm- und Fotowünsche erfüllt. Ein wachsames Auge auf Knuffi, die ja gleich ihren großen Wunsch in Form des ominösen Zettels erfüllt bekommen soll. So stehen Jackie, Firma, Hutze und ich auf unserem Beobachtungsposten und warten gespannt was gleich passiert. Hutze geht sich das aus der Nähe ansehen, Jackie entschwindet auch und so bleiben Firma und ich zurück und vertiefen uns weiter in unser Gespräch. Vor uns werden weiterhin Fotos gemacht und Gespräche geführt. Dann Auftritt Stephan und wir wissen, es dauert noch. Langsam wird es kalt und ich hoffe, es dauert nicht mehr zu lange! Dann ist es soweit; es hat tatsächlich geklappt und Knuffi bekommt ihren Herzenswunsch erfüllt, dazu noch Fotos und ein kleines Gespräch. Ich darf das glückliche, aber weinende Menschlein in die Arme nehmen und freue mich für sie. Der Aufbruch ist allerdings weiterhin nicht absehbar und uns plagen Kälte und Durst. Wir geben bescheid, dass wir uns in die angeschlossene Kneipe begeben und etwas trinken gehen.

Die Bar war reichlich gefüllt, einzig Mari, welche sich nach dem Konzert noch mit uns treffen, wollte war nicht zu finden. So bezogen wir einen Tisch und bestellten uns etwas zu trinken. Die Musik war eine gesunde Mischung aus Onkelz, W und ähnlichen Songs anderer Künstler. Gute Wahl hier abzusteigen. Es trafen immer wieder Leute ein, sei es um sich zu verabschieden, oder noch einen Moment zu bleiben und so waren wir gegen 1 Uhr die einzigen verbliebenen. Für uns war die Wahl: bleiben oder im Hotel ohne Musik und Getränke. Uns gefiel die erste Variante besser und wir entschieden uns zu bleiben. Es gab hier Corona und unser Getränk war damit schnell gefunden. Wir plauderten über alle möglichen Themen, die Zeit rann nur so und plötzlich war es 3 Uhr und der Laden schloß. So suchten wir uns ein Taxi und liessen uns ins Hotel fahren.
Eine letzte Zigarette im Raucherraum des Hotels und dann war es Zeit für das Bett und einschlafen war sofort angesagt.

Nach einer relativ kurzen Nacht sprang ich unter die Dusche und machte mich auf dem Weg zum Frühstück. Natürlich waren schon fast alle versammelt, da es Sonntag war gab es verlängerte Frühstückszeiten und ich konnte ganz entspannt frühstücken. Gegen Mittag machten wir uns gemeinsam auf den Weg in die Innenstadt um noch ein wenig Innsbruck zu sehen. Wir schlenderten durch Gassen und über Plätze, unter dem „Goldenen Dachl“ setzten wir uns in ein Kaffee und es gab Cappuccino und Kuchen. Es entstanden schöne Gespräche und der Ausflug klang langsam aus.
Am späten Nachmittag ging es dann auf die Heimreise und es bleibt die Erkenntnis, das dieser (für Aussenstehende) leicht verrückte Haufen einfach unglaublich ist und es Spass macht gemeinsam Konzerte zu besuchen!

Der W - 09.04.16 - Musichall Innsbruck
DER W – 09.04.16 – MUSICHALL INNSBRUCKDer W – 09.04.16 – Musichall Innsbruck
Der W - 09.04.16 - Musichall Innsbruck
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Bemerkenswert

DER W – 05. APRIL 2016 – LKA LONGHORN STUTTGART

Mit der Familia auf Reisen Teil I

Meine Urlaubsplanung war auch in diesem Jahr, bereits vor der Bekanntgabe der Daten, ein Volltreffer. So konnte ich die Tage seit Tourstart gemütlich, ohne Stress verbringen und die Vorfreude stieg von Tag zu Tag, ach was sag ich, quasi von Stunde zu Stunde.

Das Auto schon vollgetankt, habe ich den Vormittag im normalen Leben verbracht und alles erledigt, was man eben so macht, wenn man mal endlich frei hat. Beim morgendlichen Kaffee erreichte mich noch die Bitte von Knuffi, welche mich schnell in den Schreibwarenladen schickt um ihr noch 2 Eddings zu besorgen!

Der W- 05.04.16 - LKA Longhorn Stuttgart
DER W- 05.04.16 – LKA LONGHORN STUTTGARTDer W- 05.04.16 – LKA Longhorn Stuttgart

Das Mini-Engelchen trifft auch rechtzeitig zur Abfahrt hier ein und so kann es quasi (fast) pünktlich zur geplanten Abfahrtszeit losgehen. Die Anreise verläuft wie üblich, irgendwo ist immer Stau wenn du nach Stuttgart willst! Uns ereilte der Stau auf den letzten 10 km vor’m Ziel. Irgendwann hatten wir den Verkehr jedoch besiegt und kamen unserem Ziel nahe. Da wir bei Kevin bereits hier waren, kannten wir wenigstens die Location und wussten es gibt genügend Parkmöglichkeiten.

W Band gesichtet, kann also nix mehr schief gehen

Als wir um die letzte Ecke bogen, sah ich ihn schon: Hutze, der bereits an der Strassenecke wartete! Die Freude war riesig; schnell das Auto abgestellt und knuddeln. So wurde geredet, geflachst und beobachtet. Die Feststellung einen strategisch günstigen Parkplatz gewählt zu haben, kam recht flott! Nach ungefähr 5 Minuten waren schon mal 80% der W Band gesichtet, kann also nix mehr schief gehen! 🙂 Recht schnell stellte sich uns dann die Frage, wann kommen Micky und Mini-Micky? Anrufen und Schreiben brachte keinen Erfolg und so stellten wir uns einfach auf den freien Parkplatz zum Ratschen und dann war es soweit! Der zweite schwarze Wagen bog um die Ecke! Da waren sie endlich! Der nächste Freuden- und Knuddelalarm für diesen Tag!
Die nächste wichtige Frage an diesem Nachmittag: Wie geht es Alex?! Ist sie wirklich fit genug? Antwort: Fit ist anders, aber sie wird wirklich Nichts von diesem Konzert abhalten! So machten wir es uns erneut gemütlich, setzten uns unter die Kofferraumklappe und fanden die Erkenntnis: Warten nervt nicht immer! Wir hatten eine unfassbar schöne Zeit, trotz einsetzendem Regen.
Nun blieb uns nur noch die letzten beiden unserer kleinen Reisegruppe zu erwarten! Unterwegs waren sie bereits, nur der Verkehr war an diesem Tag nicht auf unserer Seite. Aber auch Knuffi und Onkel-Christian erreichten noch rechtzeitig ihr Ziel und wir konnten sie in unsere Arme schliessen. Endlich waren alle versammelt und wir machten uns auf den Weg zu Futter und Kaffee unter dem goldenen Buchstaben.

Das Licht auf der Bühne geht an.

Frisch gestärkt und voller Tatendrang ging es zur Halle. Hier war es dann doch wieder: Warten nervt! Diesmal in der Hauptrolle: Der schwäbische Regen vor dem Einlass…
Endlich drin! Unsere kleine Familia Abordnung tigert gemütlich Richtung der ersten Reihe und kurz darauf findet sich die kleine Reisegruppe rechts der Bühne wieder und es geht nach kurzem Check der Location wieder über in den gemütlichen Plausch!
Unser Hutze befreit uns alle von unseren nassen Jacken und transportiert Selbige in sein Hutzemobil, um sie uns nach dem Konzert vor der Halle wieder zu überreichen! Dafür werde ich unserem Hutze ewig dankbar sein, denn damit hat er unsere noch folgenden Ausflüge vermutlich vor dem Grippeausfall gerettet! Es regnete mal wieder…
Die Stunde zwischen Einlass und Vorband vergeht fix und ich bin sehr gespannt auf dass, was uns erwartet. Ich habe mich im Vorfeld absichtlich nicht über die Band informiert, denn ich wollte mich überraschen lassen. Die ersten Konzertberichte liessen mich zwiespältig auf das Kommende warten, denn Mexiko auf `nem W Konzert war für mich nicht erstrebenswert, aber abwarten und offen auf dass Kommende warten ist ja nicht verkehrt.

Das Licht auf der Bühne geht an. Die beiden betreten das recht spartanisch gehaltene Bühnenequipment und legen mit ihren Akustikgitarre los. Wow, eine echte Überraschung. Mich begeistert die Art, mit der sie ihre Musik den Publikum nahe bringen. Es macht riesig Spass. Ein paar sympathische Problemchen, wie eine gerissene Saite und in der Ersatzgitarre ein leerer 9V Block machen die beiden noch viel sympathischer. Es ist eine Freude zu sehen, wie die beiden mit den Gitarren die Songs, komplett ohne Gesang, abfeuern und es das Publikum mitzieht. Für eine Vorband eine geniale Wahl. Kein Anheizer im eigentlichen Sinn, jedoch machen sie Lust auf mitsingen und bauen eine super Stimmung auf. „Mexiko“ bringt die Meute zum Mitmachen, um mich herum wird gesungen und getanzt, die Interpretation der Beiden ist genial. Die gute halbe Stunde ist leider schnell um und ich freue mich drauf, in den nächsten Tagen mal zu gucken, was es auf diversen Kanälen von den beiden zu Sehen und zu Hören gibt.

Das Licht auf der Bühne geht zum zweiten mal an diesem Abend an und Die W Band steht inclusive der Verstärkung vor uns…
Es geht los! Endlich, viel zu lange ist unser letzter Der W Konzertbesuch in Karlsruhe im Juli 2014, her! Über die Setlist und deren Reihenfolge werde ich nicht näher berichten, um denen, die es noch vor sich haben, nicht die Spannung zu nehmen! All jenen, die sich überraschen lassen wollen, sei mit auf den Weg gegeben: hört euch auch die eher selten gespielten Perlen mal an!
Der W möchte weniger ins Plaudern verfallen und beim zweiten Verfallen wird er mit tosendem Applaus dafür gefeiert und seine Idee, das es einigen vielleicht doch gefällt, quittiert eine erneute Salve tosenden Applauses. Wir erleben an diesem Abend unglaubliche Emotionen, Songs die uns von gnadenloser Feierlaune in den Abgrund schubsen, nachdenkliche Momente, zu Tränen gerührt, nur um uns im nächsten Part der unfassbar derbe, geilen Setlist, wieder in Feierlaune zu bringen!
Aber dies, genau mit den Menschen zu erleben, ist ein unfassbares Geschenk! Jeder kann sich einfach gehen lassen, die Momente geniessen, jeder der es braucht, bekommt eine Schulter zum Weinen, einen Arm oder eine Hand zum Halten, ein glückliches Grinsen beim Abfeiern und natürlich rocken wir die Bude, daß die Wände wackeln! Bis zu den letzten Tönen der Zugabe wird das langsam nahende Konzertende ausgeblendet; es wird gesungen und gefeiert, bis uns die letzten Töne endgültig klar machen: Der W 2016 – „Die Erste“ ist für uns schon vorbei! Klatschnass, heiser und glücklich, machen wir uns auf den Weg zur Bar, um erstmal unsere trockenen Kehlen zu spülen.
Noch ein Abstecher zum Merch, damit wir auch für die Anreise zu den noch folgenden Konzerten „ordentlich“ gekleidet sind. Irgendwann fällt uns dann ein, daß wir ja auch mal eine rauchen könnten und so schlendern wir langsam nach draussen, wo schon Hutze mit unseren Jacken wartet und dann stehen wir da, im kalten, nächtlichen Stuttgarter Regen.

Wo müssen wir denn überhaupt hin?

Es gibt ja den ambitionierten Plan, noch einen absoluten Herzenswunsch zu erfüllen. Erstmal suchen wir uns ein trockeneres Plätzchen unterm Autodach und schauen uns die Möglichkeiten an, wo die Band rauskommen könnte. Die anderen Autogrammjäger haben es sich schon nahe des Busses einen Platz gesucht und nach einer halben Stunde tigern wir auch mal Richtung unserer Gruppe, welche sich ein Stückchen weiter auf der gegenüberliegenden Strassenseite aufgestellt hatte, denn es tut sich nicht wirklich viel und der Regen wird auch nicht weniger. Wir plaudern noch ein wenig und beschließen gegen Mitternacht, unseren ambitionierten Plan, nach einer letzten Zigarette, durchgefroren und müde aufzugeben, die nächsten Konzerte ergeben hoffentlich eine Möglichkeit ihn zu erfüllen.
Es bleibt ein Abschied, der aber für alle kein so wirklich langer Abschied ist. Denn Micky und Alex werden Hutze bereits in München wieder treffen, Knuffi und Onkel-Christian werden, genau wie ich, unseren Hutze am nächsten Wochenende in Innsbruck wieder sehen und Neu Isenburg steht ja auch noch auf der Liste.
Nachdem wir uns alle verabschiedet haben, machen wir uns auf den Heimweg. Gegen 3 Uhr erreichen auch die Letzten ihre Betten.